18 Tote im Irak
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18 Tote im Irak

Mindestens 18 Menschen sind am Dienstag bei vier koordinierten Bombenanschlägen im Norden Iraks getötet worden. Nach offiziellen Angaben wurden 39 weitere Personen verletzt.

Die Bomben explodierten binnen sieben Minuten in den Städten Hawija, Bagara und Dibis. Am Morgen explodierte auch in Bagdad eine Autobombe. Nach Angaben eines Polizeisprechers gab es dabei 28 Verletzte.

In Hawija rund 240 Kilometer nördlich von Bagdad explodierte zunächst eine Bombe an einer Strasse. Anschliessend verübten drei Selbstmordattentäter Anschläge auf Kontrollpunkte der irakischen Streitkräfte in Bagara, Dibis und nahe Hawija. Polizeisprecher Ahmed Hamud sagte, die drei Autobombenanschläge seien koordiniert gewesen.

Der folgenschwerste Anschlag war der in Dibis. Hier wurden zehn Zivilpersonen und ein Soldat in den Tod gerissen. Unter den Toten in Bagara waren nach Angaben der Streitkräfte drei Soldaten. Ausserdem wurden zwei Zivilpersonen getötet. In Hawija starben zwei Soldaten.

Zwei US-Marineinfanteristen erlagen ihren Verletzungen, die sie sich bei zwei Bombenanschlagen bei Falludscha zugezogen hatten, wie die US-Streitkräfte am Dienstag mitteilten.

Hunderte amerikanische und irakische Soldaten starteten unterdessen in Tal Afar nahe der syrischen Grenze eine neue Offensive gegen Aufständische. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden in der Stadt 20 mutmassliche Rebellen gefangen genommen. In den vergangenen Woche war es dort zu zahlreichen Anschlägen auf die irakischen Sicherheitskräfte gekommen.

Ein sunnitischer Politiker berichtete indessen, dass zwei Rebellengruppen zu offenen Gesprächen mit der Regierung in Bagdad bereit seien. Sie wollten ihre Waffen niederlegen und sich in den politischen Prozess integrieren, sagte Ajham al Samarie am Dienstag der Nachrichtenagentur AP. Es ist das erste Mal, dass ein irakischer Politiker öffentlich Kontakte zu den Aufständischen einräumt. Von Regierungsseite gab es zunächst keine Stellungnahme.

Bei den beiden Gruppen handelt es sich nach Angaben von Al Samarie um die Islamische Armee im Irak und die Armee der Mudschahedin. Er habe vor etwa fünf Monaten Kontakte zur politischen Führung der Gruppen aufgenommen, sagte Al Samarie. (dapd)

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