USA - 180-Kilo-Grizzly zerrt Camperin aus Zelt und tötet sie
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USA180-Kilo-Grizzly zerrt Camperin aus Zelt und tötet sie

Eine 65-jährige Frau wurde bei einer Campingtour in den USA von einem Grizzly angegriffen. Das Tier zog die Frau aus dem Zelt und tötete sie. Der Bär wurde erschossen.

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Eine Velotourerin (65) wurde in Montana von einem Grizzly-Bären angegriffen. 

Eine Velotourerin (65) wurde in Montana von einem Grizzly-Bären angegriffen.

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Der Bär tötete die Frau. (Symbolbild) 

Der Bär tötete die Frau. (Symbolbild)

imago images/Addictive Stock
Sie war auf einer Campingtour im Ovando Nationalpark in Montana. 

Sie war auf einer Campingtour im Ovando Nationalpark in Montana.

imago/Aurora Photos

Im Westen von Montana haben Wildtierbeamte einen Grizzlybär erschossen, der auf einem Campingplatz eine Frau getötet haben soll. In der Nacht auf Freitag habe sich der Bär einer Falle genähert, die ein Einsatzteam in der Nähe eines Hühnerstalls aufgestellt habe, über den er sich am Mittwoch hergemacht habe, berichtete Greg Lemon von der zuständigen Behörde des US-Staats. Demnach wurde das Raubtier etwa drei Kilometer von der Ortschaft Ovando getroffen. Dort war eine 65-jährige Kalifornierin in der Nacht zum Dienstag vom Grizzlybär aus ihrem Zelt gezogen und getötet worden.

Nach Grösse und Farbe des Bären und der Attacke auf den Hühnerstall zu urteilen sei man sicher, den richtigen Bär erwischt zu haben, sagte Lemon. Am Stall gefundene Spuren passten auch zu jenen, die am Tatort in Ovando entdeckt worden seien.

Der Ort liegt am Blackfoot River, der wiederum aus dem Film «Aus der Mitte entspringt ein Fluss» mit Brad Pitt bekannt ist. Ovando hat weniger als 100 Einwohner und grenzt an eine riesige Waldfläche, die bis zur Grenze zu Kanada reicht. In der Gegend leben Schätzungen zufolge 1000 Grizzlybären.

Camper wurden durch Bärengeräusche geweckt

Das Opfer, eine pensionierte Krankenschwester aus Kalifornien, war nach Angaben des Sheriffs auf einer grossen Fahrradtour mit ihrer Schwester und einem Freund. Der Angriff ereignete sich in der Nacht auf Dienstag, als das Trio in Ovando übernachtete.

Wie die Parkverwaltung mitteilte, wurden die Camper zunächst durch die Geräusche des Bären geweckt. Sie hätten daraufhin die Lebensmittel aus den Zelten genommen und woanders sicher verstaut. Der Grizzly sei daraufhin verschwunden.

Etwa eine halbe Stunde später sei er aber zurückgekehrt und habe die allein schlafende Frau in dem Zelt attackiert. Ihre Begleiter konnten das Tier zwar mit Bärenspray vertreiben, die 65-Jährige sei aber so schwer verletzt worden, dass sie starb.

«Kein normales Verhalten»

«Das ist kein normales Bärenverhalten», sagte Lemon. So aggressiv seien die Tiere meist nur, wenn sie Nahrung oder ihre Jungen verteidigten. Deshalb sei die Erlaubnis gegeben worden, den Grizzly zu erschiessen. Die Campingplätze in der Umgebung wurden bis Sonntag geschlossen.

Auf der Jagd nach dem Bären seien Fallen ausgelegt worden, sagte Lemon. Auch ein Hubschrauber war zeitweise im Einsatz. Ovando ist mit seinen weniger als 100 Einwohnern ein beliebter Durchgangsort für Ausflügler. Er liegt in einer Region mit weitläufigen Wäldern nahe dem Glacier-Nationalpark. In der Gegend leben schätzungsweise 1000 Bären.

Grizzlys waren einmal fast ausgerottet und stehen seit 1975 in den USA unter Schutz. Einen Bärenangriff mit tödlichem Ausgang hatte es in der Umgebung zuletzt im April gegeben.

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(DPA/lub/chk)

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