NATO-Generalsekretär: «1800 Ziele sind zerstört worden»
Aktualisiert

NATO-Generalsekretär«1800 Ziele sind zerstört worden»

Anders Fogh Rasmussen hat mit Nachdruck für mehr Beiträge der Partner zu den Angriffen gegen den libyschen Machthaber Muammar al Gaddafi aufgerufen. Deutschland verändert trotzdem nichts.

Anders Fogh Rasmussen während seiner Rede in Brüssel.

Anders Fogh Rasmussen während seiner Rede in Brüssel.

«Das ist der Kern der Allianz: Dass die Verbündeten, die die notwendigen Fähigkeiten haben, diese auch bereitstellen», sagte Rasmussen am Montag in Brüssel. Bislang stellen nur 14 NATO-Staaten Flugzeuge, Schiffe oder Hubschrauber zur Verfügung. Deutschland gehört nicht dazu. «Die Haltung der Bundesregierung ist unverändert», betonte Aussenminister Guido Westerwelle in Berlin.

Hintergrund von Rasmussens Appell ist der Ruf der treibenden Staaten Frankreich und Grossbritannien nach einer grösseren Lastenteilung. Vergangene Woche war das Mandat für den Einsatz Unified Protector um 90 Tage bis September verlängert worden. 1800 Ziele seien seit Beginn der Angriffe zerstört oder beschädigt worden, sagte Rasmussen am Montag.

Angesichts der Verlängerung des Einsatzes werde ein breiteres Engagement aber wichtig. «Das ist der Punkt, auf den ich mich auf dem Verteidigungsministertreffen am Mittwoch und Donnerstag konzentrieren werde», erklärte der Generalsekretär.

(dapd)

Erfolg der NATO im Kampf gegen Gaddafi

Die NATO hat bei ihrem Militäreinsatz in Libyen nach eigenen Angaben eine Kommandozentrale des Geheimdienstes von Oberst Muammar al-Gaddafi zerstört. Das teilte das Militärbündnis am Montag in Brüssel mit und dementierte zugleich Berichte, Kampfflugzeuge hätten das staatliche Radio Libyens bombardiert. Bei dem Einsatz am frühen Montagmorgen habe es sich um eine Kommando- und Kontroll-Zentrale in Tripolis gehandelt. «Solange Gaddafi Zivilisten bedroht, wird die NATO den Druck auf sein Regime aufrechterhalten, um seine Fähigkeit zu schwächen, die Bevölkerung Libyens anzugreifen», erklärte der Kommandant der NATO- Operation, Generalleutnant Charles Bouchard.

Deine Meinung