Aktualisiert 04.01.2013 15:01

Im Jahr 2012

182 Fussgänger spazierten auf Autobahnen

Letztes Jahr wurden 182 Fussgänger auf Schweizer Autobahnen gemeldet – gut zwei Drittel davon in der Westschweiz. Zudem machten 113 Geisterfahrer und 50 Velos die Schnellstrassen unsicher.

Im April 2012 war ein Mann zu Fuss mit Koffern im Autobahntunnel bei Glattbrugg Richtung Flughafen Kloten unterwegs.

Die Verkehrsinfozentrale Viasuisse hat im Jahr 2012 in 182 Fällen vor Fussgängern auf den Schweizer Autobahnen gewarnt. Gut zwei Drittel dieser Gefahrenmeldungen stammten aus der Romandie.

Auf das Tessin entfielen 17,6 Prozent der Warnungen, während es in der Deutschschweiz lediglich 13,2 Prozent waren. Diese Zahlen publizierte Viasuisse am Freitag in einer Auswertung, welche die Verkehrsinfozentrale erstmals durchgeführt hat.

Die sehr hohe Zahl in der Romandie dürfte laut Marcello Moretto von Viasuisse unter anderem damit zusammenhängen, dass die Waadtländer Kantonspolizei im Schweizer Vergleich ein sehr umfangreiches Autobahnnetz kontrolliere.

113 Falsch- und 50 Velofahrer

Ausserdem sei die Waadtländer Polizei äusserst sensibel mit Falschfahrer-Meldungen umgegangen, sagte Moretto weiter. So warne die Polizei, sobald sie eine Meldung erhalte. Erst danach überprüfe eine Patrouille den Hinweis.

Viasuisse verbreitete ferner im letzten Jahr via elektronische Medien Warnungen vor 113 Falschfahrern und 50 Velofahrern, die sich auf die Autobahn verirrten. Aus den verkehrsintensiven Umfahrungen in Zürich wie dem Nordring, dem Westring und den Stadtautobahnen sind erstaunlicherweise keine Falschfahrermeldungen eingegangen.

Zudem verlangte der Gotthard-Strassentunnel im vergangenen Jahr von den Lenkern in 77 Fällen besondere Geduld. Sooft wurde nämlich die Tunnelröhre wegen eines Pannenfahrzeugs in die eine oder in beide Richtungen gesperrt. (sda)

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