Unerlaubte Reisen: 189 Flüchtlinge verlieren Asylstatus
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Unerlaubte Reisen189 Flüchtlinge verlieren Asylstatus

Der Bund entzog letztes Jahr 189 Flüchtlingen das Bleiberecht, weil sie in ihre Heimat gereist sind. Das sind massiv mehr als in den vorherigen Jahren.

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63 Flüchtlinge aus dem Irak verloren ihren Asylstatus, weil sie in die Heimat gereist waren.

63 Flüchtlinge aus dem Irak verloren ihren Asylstatus, weil sie in die Heimat gereist waren.

Keystone/Gaetan Bally

Der Bundesrat schlug kürzlich neue Regeln vor, um das Heimatreise-Verbot für Flüchtlinge besser durchsetzen zu können. Er eröffnete die Vernehmlassung zu einem Paket von Änderungen des Ausländergesetzes. Kritikern waren vor allem Reisen von eritreischen Flüchtlingen ein Dorn im Auge.

Doch neue Zahlen des Staatssekretariats für Migration (SEM) zeigen: Es sind andere Staatsangehörigen, die deswegen ihren Asylstatus verloren haben. Letztes Jahr aberkannte der Bund 189 Flüchtlingen diesen Status, berichtet die «NZZ am Sonntag».

63 aus dem Irak

Nur sieben von ihnen stammten aus Eritrea. 63 aus Irak, 21 aus Vietnam, 20 aus Bosnien und Herzegowina, 17 aus der Türkei und 14 aus Tunesien. Bei allen sah es das SEM als erwiesen an, dass sie in ihre Heimat gereist waren oder mindestens mit den Behörden ihrer Heimat Kontakt gehabt hatten.

Diese Zahl ist eine Höchstmarke. In den vergangen Jahren lag die entsprechende Zahl um einiges tiefer, berichtet die «NZZ am Sonntag»: 2010 bei 85, 2012 bei nur 35. Auch damals stammten die meisten Betroffenen aus Irak und Vietnam.

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