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19-jähriger Autofahrer von Windböe getötet

Ein 19-jähriger Autofahrer ist am späten Dienstagabend im niedersächsischen Kreis Soltau-Fallingbostel mit seinem Pkw von einer Windböe erfasst worden und tödlich verunglückt. Die Herbststürme forderten noch weitere Opfer.

Das Fahrzeug des 19-Jährigen sei nach links von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt, sagte am Mittwoch ein Polizeisprecher in Soltau. Dabei sei der 19-Jährige sofort getötet worden.

Der Unfall ereignete sich nahe der Ortschaft Hodenhagen in einer Linkskurve einer Landstrasse. Nach Angaben der Polizei reagierte der Fahrer vermutlich falsch auf die starke Windböe. Dadurch geriet er mit seinem Auto auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern und prallte gegen eine links an Strasse stehende Eiche.

Ein Toter nach Orkanböe im Freizeitpark

Ein 55-jähriger Besucher des Holiday Parks im pfälzischen Hassloch ist an schweren Kopfverletzungen gestorben, nachdem am Dienstag ein Baum auf ein Veranstaltungszelt gefallen war.

Eine 40-Jährige wurde schwer verletzt, fünf weitere Besucher des Freizeitparks erlitten leichte Blessuren. Die Krone des Baumes war von einer Orkanböe abgeknickt worden und hatte mehrere der mehr als 100 Gäste einer Krokodilshow unter sich begraben. Die Krokodilshow blieb zunächst geschlossen.

Rund um Frankfurt am Main waren mehrere Zugstrecken im Nahverkehr für Stunden blockiert, weil Bäume auf die Gleise fielen. In Mainz beschädigten umgestürzte Bäume und Verkehrsschilder Autos.

Herbststürme wüten in Portugal

Heftige Regenfälle haben in zahlreichen Städten Portugals Strassen unter Wasser gesetzt. Drei Menschen kamen bei den Unwettern ums Leben. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, entwurzelten schwere Stürme Hunderte von Bäumen im ganzen Land. Mehrere Landstrassen waren nach Erdrutschen gesperrt.

Am stärksten waren die Bezirke Lissabon, Santarém, Leiria, Coimbra und Castelo Branco im Zentrum des Landes betroffen. Zahlreiche Wohnungen und Geschäfte waren überschwemmt. Auf zwei Bahnlinien wurde der Verkehr unterbrochen, weil die Gleise unter Wasser standen und die Oberleitung infolge eines Sturms gerissen war.

In Pombal in Mittelportugal starb eine 80-jährige Frau in den Fluten. Auf der Ferieninsel Madeira war am Sonntag bei einem Erdrutsch ein Auto ins Meer gerissen worden. Die beiden Insassen kamen ums Leben.

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