Bluttat in Tramelan BE: 19-Jähriger war wegen Gewalttat vorbestraft
Aktualisiert

Bluttat in Tramelan BE19-Jähriger war wegen Gewalttat vorbestraft

Der Täter von Tramelan BE befand sich in einer geschlossenen Unterbringung, weil er schon 2016 wegen versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt worden war.

von
vro
1 / 10
Der Tatort: Hier verstarb in der Nacht auf Sonntag ein Mann.

Der Tatort: Hier verstarb in der Nacht auf Sonntag ein Mann.

20 Minuten
Er sei in einer Blutlache am Bahnhof des bernjurassichen Dorfes aufgefunden worden. Die Polizei rückte in der Nacht auf Sonntag zum Tatort aus.

Er sei in einer Blutlache am Bahnhof des bernjurassichen Dorfes aufgefunden worden. Die Polizei rückte in der Nacht auf Sonntag zum Tatort aus.

Leser-Reporter
Zuvor spielte sich in diesem Haus ein Familiendrama ab: Ein 19-Jähriger griff seine Schwester, seinen Vater und seine Mutter an. Alle drei wurden beim Angriff schwer verletzt.

Zuvor spielte sich in diesem Haus ein Familiendrama ab: Ein 19-Jähriger griff seine Schwester, seinen Vater und seine Mutter an. Alle drei wurden beim Angriff schwer verletzt.

20 Minuten

Am vergangenen Sonntag ist beim Bahnhof Tramelan BE ein 36-Jähriger erstochen worden, der auf den Nachtbus wartete. Der mutmassliche Täter, der psychisch angeschlagene M. Q.*, wurde daraufhin verhaftet. Er ist geständig. Vor dem Angriff auf den Passanten war der 19-Jährige auf seine Familie losgegangen und hatte seine Eltern und seine zwölfjährige Schwester verletzt.

Q. befand sich in einer geschlossenen Unterbringung und lebte im Heim Les Perce-Neige im Kanton Neuenburg. Laut dem Heimdirektor Vincent Martinez wurden bei ihm Autismus und eine geistige Behinderung diagnostiziert. Anzeichen von Aggressionen habe er aber keine gezeigt.

Die Massnahme der geschlossenen Unterbringung stützt sich auf ein Urteil des Jugendgerichts des Kantons Bern. Q. war im März 2016 wegen mehrfacher versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt worden.

Die Tat hatte er in der Nacht auf den 6. Januar 2015 in Saint-Prex begangen, wie es im Urteil heisst, das 20 Minuten vorliegt. Der heute 19-Jährige sei damals nicht in einem zurechnungsfähigen Zustand gewesen. Was genau damals vorfiel, geht nicht aus dem Urteil heraus. Q. hatte jedoch 98 Tage in Untersuchungshaft verbracht. Wegen seiner Schuldunfähigkeit wurde er für seine Tat nicht bestraft.

*Name der Redaktion bekannt

Deine Meinung