Hilfe vom Bund: 19 Mio Franken Schaden wegen Bodenfrost
Aktualisiert

Hilfe vom Bund19 Mio Franken Schaden wegen Bodenfrost

Der Frost Ende April hat die Baselbieter Bauern hart getroffen. Der Schaden an den Kulturen beläuft sich auf 19 Millionen Franken. Sie hoffen auf Unterstützung vom Bund.

von
aj
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Der Wintereinbruch mit starkem Frost und Schneefall Ende April hat die Baselbieter und Basler Obst-, Beeren- und Weinbauern besonders schwer getroffen.

Der Wintereinbruch mit starkem Frost und Schneefall Ende April hat die Baselbieter und Basler Obst-, Beeren- und Weinbauern besonders schwer getroffen.

LZE
Der Schaden an den Kulturen beläuft sich auf rund 19 Millionen Franken, was nahezu einem Totalausfall entspricht.

Der Schaden an den Kulturen beläuft sich auf rund 19 Millionen Franken, was nahezu einem Totalausfall entspricht.

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Katastrophal sieht die Lage auch beim Weinbau aus.

Katastrophal sieht die Lage auch beim Weinbau aus.

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Die Rede ist von nahezu einem Totalausfall an den Kirschen- und Zwetschgenplantagen. Laut dem Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain (LZE) sind die Folgen fatal: «Es gibt keine marktfähigen Tafelkirschen dieses Jahr, bei den Industriekirschen stehen wir vor 95 Prozent Ausfall, und bei Äpfeln werden wir höchstens 25 Prozent einer Normalernte einfahren», stellt Ernst Lüthi, Präsident des Baselbieter Obstverbands, fest.

Katastrophal sieht die Lage auch im Weinbau aus: «Sämtliche Austriebe in den Rebbergen sind abgefroren, wir rechnen mit einem Totalausfall und müssen auch von Schäden an den Weinstöcken ausgehen», bestätigt der Muttenzer Weinproduzent Urs Jauslin.

Betriebe sind bedroht

Der gesamte Schaden ist erst in einigen Wochen, je nachdem erst bei der Ernte quantifizierbar. Nach heutigem Wissensstand gehen die Verbände und das LZE von rund 19 Millionen Franken aus. Das sind 20 Prozent des gesamtschweizerischen Schadens (rund 100 Millionen Franken). Zahlreiche Betriebe seien in ihrer Existenz bedroht, schreibt der Kanton Basel-Landschaft in einer Mitteilung.

Regierungspräsident Thomas Weber steht bezüglich des Schadenausmasses in direktem Kontakt mit Bundesrat Johann Schneider-Ammann. «Im Dialog mit dem Bundesrat sucht der Kanton nach Lösungen, um die direkt betroffenen Produzenten vor existenziellen Nöten zu bewahren», erklärt Weber. Das Baselbiet gehört zu einem der der wichtigsten Spezialkulturproduzenten der Schweiz.

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