WWF schlägt Alarm: 19 Ranger und 10'000 Elefanten getötet
Aktualisiert

WWF schlägt Alarm19 Ranger und 10'000 Elefanten getötet

Neben den zahlreichen innerstaatlichen Konflikten wütet in Afrika ein weiterer, verborgener Krieg. Gemäss dem WWF gefährden paramilitärische Wilderer nicht nur Tiere, sondern auch ganze Staaten.

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pre

Die Wilderei in Afrika bedroht nach Ansicht der Naturschutzorganisation WWF die Stabilität ganzer Staaten in Afrika. Durch marodierende Reiterhorden oder paramilitärisch anmutende Kampftruppen würden längst nicht nur Tiere, sondern auch Menschenleben gefährdet. Wilderei sei längst kein reines Artenschutzproblem mehr, heisst es in dem am Mittwoch in New York vorgestellten Bericht des World Wide Fund For Nature.

«Es tobt, vor der Weltöffentlichkeit weitgehend verborgen, ein kriegerischer Konflikt. International gut vernetzte Syndikate kontrollieren den illegalen Handel. Gewinne werden für die Finanzierung von bewaffneten Auseinandersetzungen und terroristischer Aktivitäten verwendet», warnt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. Gejagt würden vor allem Elefanten und Nashörner.

10'000 Elefanten getötet

«Nach aktuellem Stand sind seit Anfang 2012 weit über 10'000 Elefanten aus den Wäldern und Savannen Afrikas verschwunden, und allein im südlichen Afrika wurden im ablaufenden Jahr pro Tag rund zwei Nashörner erlegt», hiess es. Vor fünf Jahren sei es nur ein gewildertes Nashorn pro Monat gewesen.

Dabei würden die Wilderer immer brutaler vorgehen, auch gegenüber Menschen. Allein im ersten Halbjahr 2012 seien in Afrika 19 Ranger getötet worden. Die Regierung von Kamerun hat inzwischen das Militär in Alarmbereitschaft versetzt. (pre/sda)

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