Peru: 19 Tote bei schwerstem Anschlag seit Jahren
Aktualisiert

Peru19 Tote bei schwerstem Anschlag seit Jahren

Beim schwersten Anschlag in Peru seit zehn Jahren sind nach Armeeangaben 19 Menschen ums Leben gekommen. Mutmassliche Mitglieder der maoistischen Rebellenorganisation Leuchtender Pfad griffen demnach in der Nacht zum Freitag einen Militärkonvoi im Südosten des Landes an.

Dabei seien zwölf Militärangehörige und sieben Zivilisten getötet worden, teilte die peruanische Armee mit. Unter den Verletzten seien auch Frauen und Kinder. Die Rebellen griffen den Angaben zufolge den Konvoi in der Nähe des Ene-Apurimac-Flusses in der Provinz Tayacaja aus einem Hinterhalt an.

Der Leuchtende Pfad (»Sendero luminoso») hatte 1979 einen «Volkskrieg» zum Umsturz der herrschenden Klasse ausgerufen. In dem folgenden 20-jährigen Bürgerkrieg starben Schätzungen zufolge rund 70 000 Menschen.

Seit der Festnahme und Verurteilung zahlreicher Rebellenführer Anfang der 90er Jahre ist die Gruppe kaum noch aktiv. Im Südosten Perus gab es jüngst jedoch wieder vermehrt Gefechte zwischen dem Militär und bewaffneten Gruppen.

(sda)

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