Extremisten Afghanistan: 19 Tote nach zwei Selbstmord-Attentaten
Aktualisiert

Extremisten Afghanistan19 Tote nach zwei Selbstmord-Attentaten

Elf Menschen kamen beim Angriff auf ein Regierungsgebäude in Afghanistan ums Leben. Acht Polizisten starben, als ein dreiköpfiges Selbstmordkommando das Polizei-Hauptquartier stürmen wollte.

Angehörige trauern um die Opfer der Selbstmordanschläge.

Angehörige trauern um die Opfer der Selbstmordanschläge.

Bei zwei Selbstmordanschlägen im Westen und Süden Afghanistans sind mindestens 19 Menschen getötet worden, die meisten davon Polizisten. Fünf militante Extremisten hatten sich an den Angriffen beteiligt.

Beim Angriff auf ein Regierungsgebäude in der westafghanischen Provinz Herat wurden am Dienstag elf Menschen getötet. Dabei handle es sich um drei Polizisten und acht Zivilpersonen, wie das Innenministerium mitteilte.

Zudem seien bei dem Anschlag weitere 28 Menschen verletzt worden. Dem Innenministerium zufolge hatten die Angreifer versucht, einen mit Sprengstoff gefüllten Wagen in das Gebäude der Distriktverwaltung zu steuern. Als sie von Polizisten gestoppt worden seien, hätten die Attentäter den Sprengsatz gezündet.

Ruhige Region

Zum Zeitpunkt des Anschlages in den Morgenstunden hätten sich zahlreiche Menschen vor dem Gebäude versammelt, die auf einen Termin mit den Verwaltungsmitarbeitern warteten, sagte der Polizeichef des Bezirks Gusara, Nasar Ahmad Popul. Das Innenministerium bezeichnete das Attentat als unmenschlich und unislamisch.

Die Provinz Herat im Westen des Landes gilt als relativ ruhig. Die meisten Angriffe von Aufständischen ereignen sich im Süden und Osten Afghanistans. Im grössten Teil von Herat ist die Verantwortung bereits an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben worden oder wird derzeit übergeben.

Angriff im Süden

In der südlichen Provinz Helmand wurden im Distrikt Musa Kala mindestens acht Polizisten getötet, als ein dreiköpfiges Selbstmordkommando das Polizei-Hauptquartier stürmen wollte.

Ein Angreifer sei erschossen worden, die beiden anderen hätten sich in dem Gebäude in die Luft gesprengt, sagte der Sprecher der Provinzregierung Helmands, Daud Ahmadi. Etliche Polizisten seien verletzt worden. Sprecher der Taliban äussersten sich nicht zu den Anschlägen.

(sda)

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