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Rhodos2.000 Urlauber wegen Waldbränden evakuiert

Mehr als 2.000 Urlauber haben wegen der seit Tagen wütenden riesigen Waldbrände auf der griechischen Insel Rhodos ihre Hotels verlassen müssen.

Die Behörden bezeichneten die Evakuierung von drei Hotels in der Umgebung von Asklipios nahe der Südostküste der Ägäis-Insel als Vorsichtsmassnahme.

Das Feuer und der Rauch hätten eine für die Urlauber unangenehme Atmosphäre geschaffen, sagte der Regionalgouverneur Haralambos Kokkinos. Die Evakuierung sei geordnet und problemlos verlaufen. Die Urlauber seien zur nahegelegenen Küste gebracht worden und könnten wohl bald wieder in ihre Hotels zurückkehren.

Die Feuerwehrleute auf Rhodos bekommen inzwischen bei der Brandbekämpfung internationale Hilfe. Frankreich, Italien und Zypern entsenden Löschflugzeuge und Hubschrauber auf die Ägäis-Insel, wie am Freitag in Athen mitgeteilt wurde. Starker Wind erschwerte den Einsatz der rund 160 Feuerwehrleute und 100 Soldaten gegen die Flammen.

Mit acht Löschflugzeugen, darunter zwei aus Italien, und acht Hubschraubern versuchten Einsatzkräfte, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Die Flammen kamen nach Behördenangaben bis auf 50 Meter an das Dorf Laerma heran. Über die von dem Feuer bisher erfasste Fläche machte das Katastrophenschutzministerium keine Angaben.

In Südgriechenland musste wegen eines weiteren Brandes die Autobahn zwischen Athen und der Hafenstadt Patras geschlossen werden. Auch die Bahn stellte auf der Strecke den Betrieb ein. Im vergangenen Jahr kamen bei Waldbränden in Südgriechenland mehr als 60 Menschen ums Leben. (dapd)

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