2:1 – der FCZ macht einen «Minischritt» aus der Krise
Aktualisiert

2:1 – der FCZ macht einen «Minischritt» aus der Krise

Der kriselnde Meister gibt ein
kräftiges Lebenszeichen von sich: Dank Toren
von Emra Tahirovic und Almen Abdi gewinnt
der FC Zürich gegen das diskrete Sion mit 2:1

Offenbar hatten die Walliser auf ihrer Fahrt von Sitten nach Zürich zu viel in der Statistik geblättert: Die letzten 12 Duelle gegen den FCZ gingen verloren – der letzte Sieg geht gar auf den 19. November 2000 zurück. Dementsprechend beeindruckt traten die Angsthasen zu Beginn auf und machten den Zürchern das Leben ziemlich leicht. Allerdings spielten die Kummerbuben von Trainer Challandes, die zuletzt in 10 Spielen nur zweimal gewonnen hatten, zu Beginn überzeugend auf – allen voran Tahirovic.

Der Schwede traf nach einem Traumpass von Lampi zum 1:0 (25.) – das erste Goal für den Stürmer in der Axpo Super League. Doch waren die Zürcher in der ersten Halbzeit noch so selbstsicher aufgetreten, bauten sie plötzlich stark ab. Die Walliser, bei denen die Pausenpredigt von Boss Constantin offenbar Gehör gefunden hatte, nutzten die Passivität des FCZ aus und kamen mit ihrer ersten Möglichkeit in der 81. Minute zum 1:1 durch Topskorer Saborio – sein 11. Saisontor. Und als sich im Letzigrund wieder die depressive Stimmung der letzten Wochen breitzumachen schien, hatte ausgerechnet Ref Busacca ein Einsehen und taxierte eine Aktion von Sarni an Alphonse als penaltyreif – ein höchst fragwürdiger Entscheid. Abdi verwertete eiskalt (83.). Über den Schiri wird sich beim Meister gestern für einmal keiner beklagt haben. War dieser wichtige Sieg ein Schritt aus der Krise war? «Ein Minischritt, mehr nicht», sagte Mittelfeldspieler Aegerter. Recht hat er.

ahu

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