Tröpfchensystem beim Einkauf: «2 Meter Abstand auch beim Anstehen einhalten»

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Tröpfchensystem beim Einkauf«2 Meter Abstand auch beim Anstehen einhalten»

Detailhändler begrenzen den Zugang zu ihren Läden. Sie raten, wenn möglich früh am Morgen, über Mittag oder gegen Abend einzukaufen.

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juu
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Wegen der Zutrittsbeschränkungen müssen die Leute vor Lebensmittelgeschäften und Apotheken derzeit anstehen.

Wegen der Zutrittsbeschränkungen müssen die Leute vor Lebensmittelgeschäften und Apotheken derzeit anstehen.

SRF/Screenshot
Das musste etwa eine Leser-Reporterin aus Bern feststellen. In der Migros im Berner Lorraine-Quartier werden Kunden seit Donnerstag nur noch im Tröpfchensystem eingelassen: «Die Wartezeit war nicht besonders lang. Aber es macht einem irgendwie Angst», so die Bernerin.

Das musste etwa eine Leser-Reporterin aus Bern feststellen. In der Migros im Berner Lorraine-Quartier werden Kunden seit Donnerstag nur noch im Tröpfchensystem eingelassen: «Die Wartezeit war nicht besonders lang. Aber es macht einem irgendwie Angst», so die Bernerin.

cho
Kunden bekommen eine spezielle Einlass-Karte, welche sie beim Verlassen des Geschäfts wieder abgeben.

Kunden bekommen eine spezielle Einlass-Karte, welche sie beim Verlassen des Geschäfts wieder abgeben.

cho

Die Schweizer Detailhändler beschränken die Anzahl Kunden in ihren Geschäften. Pro zehn Quadratmeter Ladenfläche soll nur noch eine Kundin oder ein Kunde einkaufen dürfen. Diese Massnahme erfolgt auf Geheiss des Bundesamts für Gesundheit (BAG).

«Richtige Massnahme»

Das sogenannte Tröpfchensystem sorgte bei Kundinnen und Kunden für gemischte Reaktionen. «Ich empfand es als richtig, diese Massnahme zu ergreifen», schreibt etwa ein Leser. So habe er nicht anstehen müssen und er habe sich frei bewegen sowie Abstand einhalten können. Auch Leser Alexander findet die Massnahme nötig, glaubt aber, dass sie nicht weit genug geht: «Viel mehr Chancen werden wir wohl nicht erhalten, bis plötzlich doch noch auf die Ausgangssperre umgestellt wird.»

Überwiegend hagelt es aber Kritik. «Im Laden hat man jetzt genug

Abstand, dafur steckt man sich draussen beim Anstehen an.

Schwachsinnig, dieses System!», findet Leser Lee. Und Reto sagt: «Ab heute also nur noch online bestellen. Diese Wagenschieberei tue ich mir nicht an.» Für Gesprächsstoff sorgt auch die Hygiene bei der Umsetzung des Systems. «Die Karte, die ich heute erhalten habe, wurde ungereinigt an die nächste Person weitergegeben. Super, um die Viren zu verbreiten», so Rolf.

Stosszeiten meiden

Die Detailhändler begrussen die Präzisierungen des BAG im

Kampf gegen das Coronavirus und halten die getroffenen

Massnahmen fur sinnvoll, wie die Interessengemeinschaft Detailhandel und die Swiss Retail Federation mitteilten. Swiss-Retail-Sprecherin Dagmar Jenni empfiehlt den Kunden auch eine Änderung ihres Einkaufsverhaltens.

«Tendenziell kann man sagen, dass die Haupteinkaufszeiten zwischen 9 und 11 Uhr und zwischen 16 und 18 Uhr liegen. Da zurzeit viele Homeoffice machen, ist eine Verteilung auf andere Zeiten sehr gut möglich und gewunscht.» Laut Jenni soll man zudem auch im Wartebereich in der Schlange vor dem Laden den Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten.

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