Doha: 2 Millionen Tonnen Flüssiggas pro Jahr – Deutschland kauft Gas aus Katar

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Doha2 Millionen Tonnen Flüssiggas pro Jahr – Deutschland kauft Gas aus Katar

Wegen der russischen Invasion in der Ukraine möchte Deutschland unabhängiger von Gas aus Russland werden. Nun hat man einen Deal mit Katar abgeschlossen. 

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Die Gaslieferung soll 2026 beginnen und mindestens 15 Jahre laufen. 

Die Gaslieferung soll 2026 beginnen und mindestens 15 Jahre laufen. 

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Das Gas solle an das US-Unternehmen Conoco Phillips verkauft werden, das es weiter nach Brunsbüttel liefere, sagte der Minister Saad Scharida al-Kaabi am Dienstag in der katarischen Hauptstadt Doha.

Das Gas solle an das US-Unternehmen Conoco Phillips verkauft werden, das es weiter nach Brunsbüttel liefere, sagte der Minister Saad Scharida al-Kaabi am Dienstag in der katarischen Hauptstadt Doha.

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Im deutschen Brunsbüttel soll das Gas ankommen.

Im deutschen Brunsbüttel soll das Gas ankommen.

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Darum gehts

  • Die Lieferung soll 2026 beginnen und mindestens 15 Jahre laufen.

  • Jährlich sollen bis zu zwei Millionen Tonnen geliefert werden.

  • Katar ist einer der weltweit grössten Exporteure von Flüssiggas.

Der Energieriese Qatar Energy hat laut Katars Energieminister Saad Scharida al-Kaabi Abkommen über Flüssiggaslieferungen nach Deutschland geschlossen. Das Gas solle an das US-Unternehmen Conoco Phillips verkauft werden, das es weiter nach Brunsbüttel liefere, sagte der Minister am Dienstag bei der Vertragsunterzeichnung in der katarischen Hauptstadt Doha. Die Lieferung soll 2026 beginnen und mindestens 15 Jahre laufen. Jährlich sollen bis zu zwei Millionen Tonnen geliefert werden.

Qatar Energy sei zudem mit deutschen Unternehmen über weitere Gaslieferungen im Gespräch, erklärte Al-Kaabi weiter. «Wir haben gute Beziehungen zu deutschen Unternehmen und zur deutschen Regierung», sagte er. Das Gas für das jetzt geschlossene Abkommen kommt von den beiden katarischen Gasfeldern North Field East und North Field South, die vor der Küste des Golfstaates liegen.

Katar einer der grössten Exporteure für Flüssiggas

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte erst in der vergangenen Woche erklärt, der Kauf von verflüssigtem Erdgas (LNG) in Katar sei nicht vom Tisch. «Deutsche Unternehmen sind in sehr konkreten Gesprächen, über die ich Ihnen mehr erzählen könnte, als ich werde», sagte Scholz in einem «Focus»-Interview. Deutschland versucht, ausbleibende Gaslieferungen aus Russland unter anderem mit LNG-Lieferungen zu ersetzen, für die an Nord- und Ostsee mehrere Terminals gebaut werden.

Katar ist einer der weltweit grössten Exporteure von Flüssiggas. Das reiche Emirat verfügt nach Russland und dem Iran über die drittgrössten Gasreserven weltweit. Katar teilt sich mit dem Iran das weltweit grösste Gasfeld, das vor der Küste des Landes liegt. Der allergrösste Teil des Exports geht nach Asien, bislang vor allem nach Japan, Südkorea und Indien.

Deutsche Gasspeicher voll

Die ersten deutschen LNG-Terminals stehen kurz vor dem Betriebsbeginn. Zwar sind die Gasspeicher inzwischen voll, bis Dienstag erreichte ihr Füllstand laut Branchendaten 100 Prozent. Doch verflüssigtes Erdgas soll einen zusätzlichen Beitrag leisten, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) spricht von einem «zentralen Baustein für die Sicherung unserer Energieversorgung im kommenden Winter».

Bisher erhalten Deutschland und andere europäische Länder das über die Niederlande, Belgien oder Frankreich aufgenommene LNG vor allem aus den USA. Habeck bemühte sich auf einer Reise im Frühjahr um Lieferbeziehungen mir Katar. Das Emirat will dem Vernehmen nach Langfristverträge. Weitere wichtige LNG-Ausfuhrländer sind Australien, Malaysia und Nigeria. 

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(dpa/fos)

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