Aktualisiert 04.04.2020 18:41

Tote bei Messerattacke

Anti-Terror-Staatsanwalt übernimmt Ermittlungen

Bei einem Angriff nahe Lyon sind zwei Personen getötet worden. Fünf weitere wurden verletzt. Die Polizei hat den Angreifer verhaftet.

1 / 11
In Romans-sur-Isère (F) wurden am Samstag bei einer Messerattacke zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt, zwei von ihnen schwer.

In Romans-sur-Isère (F) wurden am Samstag bei einer Messerattacke zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt, zwei von ihnen schwer.

epa/Alex Martin
Nun hat die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.

Nun hat die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.

epa/Alex Martin
Wie die Behörde mitteilte, werde nun wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einer kriminellen, terroristischen Vereinigung ermittelt.

Wie die Behörde mitteilte, werde nun wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einer kriminellen, terroristischen Vereinigung ermittelt.

epa/Alex Martin

Nach dem tödlichen Messerangriff am Samstag im Zentrum der Stadt Romans-sur-Isère im Südosten Frankreichs hat die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Wie die Behörde mitteilte, werde nun wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einer kriminellen, terroristischen Vereinigung ermittelt. Bei dem Angriff am Samstag wurden zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt, zwei von ihnen schwer.

Bei dem mutmasslichen Täter soll es sich nach Angaben der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft um einen Mann sudanesischer Abstammung handeln, der 1987 geboren wurde. Bei der Hausdurchsuchung seien Dokumente mit religiösem Inhalt gefunden worden, in dem sich der Mann unter anderem darüber beschwert, dass er in einem Land der Ungläubigen lebe. Der Mann war der Polizei bisher nicht bekannt.

«Abscheuliche Tat»

Wie France Bleu berichtet, handelt es sich beim Verhafteten um einen Flüchtling aus dem Sudan. Er solle während der Attacke «Allahu Akbar» gerufen haben, wie der Sender unter Berufung auf Zeugen berichtet.

Am Samstagnachmittag äusserte sich auch Präsident Emmanuel Macron zur Bluttat in Romans-sur-Isère. Seine Gedanken seien bei den Opfern der Attacke und deren Familien, teilte über Twitter mit. Er verurteilte die «abscheuliche Tat», um die das Land, das in den vergangenen Wochen schon schwer geprüft wurde, nun trauere.

(sda)

Fehler gefunden?Jetzt melden.