Repräsentative Umfrage: 2 von 3 Schweizern wollen Kiffen legalisieren

Aktualisiert

Repräsentative Umfrage2 von 3 Schweizern wollen Kiffen legalisieren

Eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung denkt, dass Cannabis nicht mehr illegal sein sollte – unter gewissen Bedingungen. Das zeigte eine repräsentative Studie.

von
lüs
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Ein Joint soll in der Schweiz nicht mehr verboten sein. Dieser Meinung sind zwei Drittel der Bevölkerung, wie eine repräsentative Umfrage mit 1200 Teilnehmern zeigt.

Ein Joint soll in der Schweiz nicht mehr verboten sein. Dieser Meinung sind zwei Drittel der Bevölkerung, wie eine repräsentative Umfrage mit 1200 Teilnehmern zeigt.

Juanmonino
Durchgeführt wurde die Umfrage im Auftrag des Fachverbands Sucht, dem Deutschweizer Fachstellen und Fachpersonen aus den Bereichen Suchthilfe, Suchtprävention und Gesundheisförderung angehören.

Durchgeführt wurde die Umfrage im Auftrag des Fachverbands Sucht, dem Deutschweizer Fachstellen und Fachpersonen aus den Bereichen Suchthilfe, Suchtprävention und Gesundheisförderung angehören.

Katarzynabialasiewicz
«Die deutliche Zustimmung ist ein sehr wichtiges Signal an Politik und Behörden, die Bestrebungen, den Cannabismarkt neu zu regulieren, zu unterstützen», sagt Petra Baumberger, Generalsekretärin des Fachverbands Sucht

«Die deutliche Zustimmung ist ein sehr wichtiges Signal an Politik und Behörden, die Bestrebungen, den Cannabismarkt neu zu regulieren, zu unterstützen», sagt Petra Baumberger, Generalsekretärin des Fachverbands Sucht

Eskymaks

Rund zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung ist für eine Aufhebung des Cannabis-Verbots. Das zeigt eine repräsentative Umfrage, die das Institut GFS-Zürich im Auftag des Fachverbands Sucht durchgeführt hat.

Befragt wurden 1200 Personen, unter welchen Bedingungen sie einer Freigabe des Cannabis-Konsums zustimmen würden. Als die beiden wichtigsten Voraussetzungen stellte sich heraus, dass der Konsum für unter 18-Jährige verboten und dass das Kiffen in Zusammenhang mit dem Autofahren untersagt bleibt. Wären diese beiden Bedingungen erfüllt, würden 66 Prozent der Befragten einer Aufhebung des Verbots zustimmen.

Cannabis-Verkauf nur in speziellen Geschäften

Die Umfrageteilnehmer sind zudem mehrheitlich der Meinung, dass der Konsum von Cannabis denselben Bestimmungen unterliegen sollte wie das Rauchen von Zigaretten – und dass Cannabis nur in Apotheken oder spezialisierten Geschäften mit geschultem Personal verkauft werden soll.

Petra Baumberger, Generalsekretärin des Fachverbands Sucht, sagt zu den Ergebnissen der Umfrage: «Die deutliche Zustimmung zu einer Aufhebung des Cannabis-Verbots ist ein sehr wichtiges Signal an die Politik und Behörden, die Bestrebungen zu unterstützen, den Cannabismarkt neu zu regulieren.»

Tessiner sind besonders offen für Cannabis-Freigabe

Gezeigt hat sich bei der Befragung auch, dass die Zustimmung zur Cannabis-Freigabe regional unterschiedlich ist: Am deutlichsten befürworten sie die Tessiner, gefolgt von den Deutschschweizern. Am geringsten ist die Zustimmung in der Romandie.

Keinen Graben gibt es gemäss Umfrage zwischen Stadt und Land, und auch zwischen den verschiedenen Altersgruppen zeigen sich nur geringe Unterschiede.

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