Petition für Papierlose: 20'000 fordern «Schluss mit Heuchelei»

Aktualisiert

Petition für Papierlose20'000 fordern «Schluss mit Heuchelei»

Die über 100 000 in der Schweiz lebenden Sans-Papiers sollen mehr Rechte erhalten. Das fordern rund 20 000 Menschen mit der Petition «Schluss mit der Heuchelei!».

Die Petition «Schluss mit der Heuchelei!» ist von der Organisation Solidarité sans frontières in Bern bei der Bundeskanzlei eingereicht worden.

Die Petition «Schluss mit der Heuchelei!» ist von der Organisation Solidarité sans frontières in Bern bei der Bundeskanzlei eingereicht worden.

Innerhalb von fünf Monaten haben rund 20 000 Personen die Petition «Schluss mit der Heuchelei!» unterschrieben. Damit fordern sie mehr Rechte für Papierlose. Am Donnerstag wurde die Petition bei der Bundeskanzlei eingereicht.

Dies teilte die Organisation Solidarité sans frontières mit. Die Petition richtet eine ganze Reihe von Forderungen an den Bundesrat. So sollen unter anderem Zwangsausschaffungen sofort gestoppt und Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass so genannte Sans-Papiers regularisiert werden.

Laut Solidarité sans frontières leben über 100 000 Papierlose in der Schweiz. Während Arbeitskraft dieser Menschen gerne in Anspruch genommen werde, würden ihnen Grundrechte verweigert. Die Organisation bezeichnet dies als Heuchelei.

«Grösste innenpolitische Heuchelei der Gegenwart»

In der Medienmitteilung wird Donato di Blasi vom Movimento dei senza voce wie folgt zitiert: «Die schweizerische Sans-Papiers-Politik ist die grösste innenpolitische Heuchelei der Gegenwart.» Bundesrätin Simonetta Sommaruga habe dies erkannt - nun müsse sie handeln.

Die Petition wird von über 100 Organisationen und politischen Parteien unterstützt, unter anderem von der SP, den Grünen und der Gewerkschaft Unia. (sda)

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