Gefriertruhe Schweiz: 20 Grad nach Dauerfrost
Aktualisiert

Gefriertruhe Schweiz20 Grad nach Dauerfrost

Gefriertruhe Schweiz: Heute fällt bis 30 Zentimeter Schnee, danach bleibt es eiskalt. Am Sonntag folgt möglicherweise eine abrupte Wende.

von
Adrian Müller

Die Mannen vom Berner Winterdienst sind nicht zu beneiden: Nachdem sie bereits vergangenes Wochenende im Dauereinsatz gestanden sind, wartet bereits der nächste Grosseinsatz: «Bis am Mittwochabend fallen in Bern bis zu 20 Zentimeter Schnee», sagt Roger Perret von MeteonNews zu 20 Minuten Online.

Der Schneefall dehnt sich im Laufe des Mittwochs auf die ganze Deutschschweiz aus. Das Euroleague-Spiel YB-Stuttgart findet demnach bei -3 Grad im eisigen Schneetreiben statt. Martin Schneider, Leiter Winterdienst der Stadt Bern, ist bereit für den grossen Schnee. «Während des Tages sind bis zu 200 Angestellte im Einsatz, um Strassen und Trottoirs vom Schnee zu befreien.» Trotzdem erhält er immer wieder Reklamationen wegen vereisten Gehwegen. «Wir können nicht jeden Zentimeter der Stadt räumen», entgegnet Schneider. Er appelliert an die Eigenverantwortung: Wie Autofahrer bei Schnee und Eis Winterreifen montieren, müssten Fussgänger halt Winterschuhe anziehen.

Föhn treibt Temperaturen in die Höhe

Zumindest bis am Sonntag ist winterliches Schuhwerk Pflicht. Der Temperatur-Tiefpunkt dürfte Samstagnacht erreicht werden: Dann fallen die Temperaturen in Kältelöchern des Mittellands wie etwa in Bern bis auf minus 15 Grad. Schneider und sein Team sind dafür verantwortlich, dass die Strassen auch bei den eisigsten Temperaturen befahrbar bleiben. «Jede Nacht fährt ein Team von uns stundenlang durch die Stadt und hält nach kritischen Abschnitten Ausschau.» Wenn Schneefall einsetze, dann werde der bis zu 30-köpfige Pikettdienst alarmiert.

Meteorologe Perret hat gute Nachrichten für alle Winterdienste in der Deutschschweiz: Ab Sonntag taut es laut den aktuellen Wettermodellen wieder auf. «Am Montag könnte das Thermometer rasant bis auf 20 Grad in den Föhntälern ansteigen.» In den Bergen klettere die Nullgradgrenze bis auf 3000 Meter, Regen falle bis 2000 Meter. Im Flachland hingegen ist trotz Föhn kein T-Shirt-Wetter in Sicht: Die Temperaturen erreichen hier bloss 5 bis 10 Grad.

Trotz guten Wetterprognosen ist für Martin Schneider klar: «Von mir aus könnte schon wieder Sommer sein.»

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