Langnau: 20-Jähriger sprang ins Bärengehege
Aktualisiert

Langnau20-Jähriger sprang ins Bärengehege

Während seiner Pause drang ein Jungkoch ins Gehege einer Bärenfamilie im Wildnispark Zürich ein. Bärin Barba verletzte ihn «nur» am Arm.

von
Roman Hodel

Dramatische Szenen am Samstagnachmittag im Wildnispark Zürich in Langnau ZH: Plötzlich rennt ein junger Mann durchs Gehege, verfolgt von Bärin Barba. Er stürzt sich in den Teich, die Bärin hinterher – vor zahlreichen Augenzeugen. Die Leute schreien, worauf sich die Bärin entfernt. Besucher und Angestellte des nahen Restaurants ziehen den Mann über die Brüstung aus dem Wasser. «Er hatte Riesenglück», sagt Wildnispark-Geschäftsführer Christian Stauffer: «Die Bärin hat ihn nur am Arm verletzt. Es hätte auch tödlich enden können.»

Marco Pero, Restaurantleiter auf dem Langenberg: «Wir stehen unter Schock.» Bei ihm ist der Verletzte seit vier Wochen als Koch angestellt und wohnt auch über dem Restaurant. «Er ist ein sehr guter Mitarbeiter, nichts deutete auf eine solche Tat hin.» Auch am Samstag nicht: Der 20-jährige Schweizer war draussen am Würste- Grillieren. «Während seiner Pause muss er ins Gehege eingedrungen sein», so Pero. Vermutlich mit einem Sprung von der rund 3 Meter hohen Aussichtsplattform – über einen mit Strom gesicherten Zaun. Man fand dort seine Kochjacke. Laut Kapo-Sprecherin Silvia Mülli konnte der Mann noch nicht befragt werden – er stehe unter Schock.

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