Bakom-Studie: 20 Minuten bleibt das einflussreichste Medium der Schweiz
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Bakom-Studie20 Minuten bleibt das einflussreichste Medium der Schweiz

Im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation wurden die Leistungen der Schweizer Medien analysiert. 20 Minuten belegt dabei den nationalen Spitzenplatz.

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Im aktuellen «Medienmonitor Schweiz» belegt 20 Minuten in Sachen Meinungsmacht erneut Platz eins für die gesamte Schweiz.
Foto Stevan Bukvic / CUSTOM IMAGES

Im aktuellen «Medienmonitor Schweiz» belegt 20 Minuten in Sachen Meinungsmacht erneut Platz eins für die gesamte Schweiz.
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Insgesamt wurden über 170 Schweizer Medienmarken im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) untersucht.

Insgesamt wurden über 170 Schweizer Medienmarken im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) untersucht.

KEYSTONE
Hinter 20 Minuten folgen SRF1, Radio SRF1, … 

Hinter 20 Minuten folgen SRF1, Radio SRF1, …

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Darum gehts

  • Am Dienstag wurde der aktuellste «Medienmonitor Schweiz» veröffentlicht.
  • Die Leistungen von 170 Schweizer Medienmarken wurden im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation analysiert.
  • 20 Minuten hat landesweit und in allen Altersgruppen die grösste Meinungsmacht.

Über 170 Schweizer Medienmarken und neun Medienkonzerne wurden im Auftrag des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) auf ihre Leistungen für die Meinungsbildung in der Schweiz unter die Lupe genommen. Am Dienstag wurden die Ergebnisse im aktuellsten «Medienmonitor Schweiz» veröffentlicht.

Über die ganze Schweiz gesehen ist 20 Minuten zum dritten Mal in Folge die absolute Nummer eins für Meinungsmacht. Dahinter folgen SRF1, Radio SRF1, Radio SRF3 und SRF zwei. Gaudenz Looser, Chefredaktor von 20 Minuten, zeigt sich erfreut über das Ergebnis der Studie: «Es ist eine erneute Bestätigung für unseren publizistischen Kurs, dass wir konsequent allen Meinungen eine neutrale Plattform bieten und den Bürgerinnen und Bürgern zutrauen, sich selber eine Meinung daraus zu bilden.» Damit leiste 20 Minuten einen wichtigen Beitrag zur Demokratie in der Schweiz.

Meinungsmacht: Die Top-10-Medienmarken der Schweiz. (Publicom/medienmonitor-schweiz.ch)

Meinungsmacht: Die Top-10-Medienmarken der Schweiz. (Publicom/medienmonitor-schweiz.ch)

Social Media im Aufschwung

Im Vergleich zum Vorjahr ging die totale Meinungsmacht der untersuchten Medien in allen Regionen leicht zurück. Dafür hat der Einfluss der sozialen Medien zugenommen. Besonders bei den 15- bis 29-Jährigen orientieren sich laut der Studie 34 Prozent bei der Meinungsbildung an sozialen Medien. Auf Meinungen von Jüngeren haben Social Media mehr Einfluss als Radio, journalistische Onlinemedien, Zeitungen und Fernsehen.

Über alle Altersgruppen hinweg und landesweit ist das Bild ein anderes als bei jungen Erwachsenen. Das Fernsehen ist mit einem Potenzial von 28 Prozent am wichtigsten für die Meinungsbildung. Dahinter folgen Radio, Zeitungen, journalistische Online-Angebote und – an letzter Stelle – soziale Medien mit 13 Prozent.

Keine Gefährdung der Meinungsvielfalt

Insgesamt stellte das Bakom auch für das vergangene Jahr fest, dass keine Hinweise auf eine akute Gefährdung der freien Meinungsbildung in der Schweiz gefunden wurden. Trotz schwieriger Marktbedingungen und Verschiebungen im Nutzungsverhalten des Publikums erfüllt die Schweizer Medienlandschaft weitgehend ihre gesellschaftliche Funktion zur Meinungsvielfaltssicherung.

Der Bevölkerung stünden immer noch genügend verschiedenen Medien zur Verfügung, um den Informationsbedarf aus mehreren Quellen zu decken. «Wenig begrüssenswert» ist laut den Autoren der Studie aber, dass wegen der Zusammenlegung von Redaktionen die inhaltliche Vielfalt bei überregionalen Informationen kleiner werde.

Die Berechnungsgrundlage

Der «Medienmonitor Schweiz» wurde basierend auf einer Multi-Methoden-Studie des Forschungsunternehmens Publicom im Auftrag des Bakom erstellt. Dazu gehören eine repräsentative Bevölkerungsumfrage mit gut 4800 Teilnehmern, Reichweitenstudien und Analysen der finanziellen Kennzahlen der Schweizer Medienunternehmen. Die detaillierten Ergebnisse werden unter Medienmonitor-schweiz.ch veröffentlicht.

(wed / sda)

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