Aktualisiert 24.07.2011 22:43

Urs Fischer«20 Minuten guter Fussball reichen nicht»

Gegen Aufsteiger Servette vergeigte der FCZ einen 2:0-Vorsprung und verlor 2:3. Trainer Urs Fischer nimmt Stellung.

von
Sandro Compagno
«Böses Erwachen»: Sportchef Bickel, Assi Gämperle, Trainer Fischer.

«Böses Erwachen»: Sportchef Bickel, Assi Gämperle, Trainer Fischer.

Urs Fischer, wie fällt Ihre Analyse des Servette-Spiels aus?

Urs Fischer: Die erste Halbzeit war schlicht ungenügend. Es fehlten die Emotionen, die Leidenschaft. Das habe ich in der Pause angesprochen und sah eine positive Reaktion meiner Mannschaft mit zwei Toren. Aber 20 Minuten guter Fussball reichen nicht.

Es war erstaunlich, wie Ihre Mannschaft innert sechs Minuten drei Gegentore kassierte.

Das hatte auch mit individuellen Fehlern und mit mangelhafter Kommunikation zu tun.

Ist Ihre Mannschaft am Ende über ihre Arroganz gestolpert?

Vielleicht haben wir uns zu ­sicher gefühlt. Wir haben 20 Minuten gut gespielt, zwei Tore geschossen und hatten das Gefühl, das sei es jetzt ­gewesen. Dann erlebten wir ein böses Erwachen. Aber Arroganz möchte ich es nicht nennen – Nonchalance ja, aber Arroganz ist zu hart.

Am Mittwoch spielen Sie in der Qualifikation zur Champions League gegen Standard Lüttich. Muss man sich Sorgen machen?

Nach zwei Spielen ist das etwas verfrüht. Aber nachdem wir diese zwei Spiele in den Sand gesetzt haben, liegt sicher eine gewisse Brisanz im Spiel vom Mittwoch. Unsere Saisonziele sind klar – und da kann man nach zwei Spielen nicht mit null Punkten dastehen!

Wird es Umstellungen geben?

Ich werde die Mannschaft sicher nicht komplett umstellen, aber Änderungen kann es geben, klar.

Xavier Margairaz hat sich am Samstag verletzt.

Ja, aber es sieht nicht mehr so schlimm aus wie befürchtet. Zudem haben Ludovic Magnin und Mathieu Béda erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert.

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