Umfrage: 20-Minuten-Leser fordern Rücktritt des Fifa-Chefs
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Umfrage20-Minuten-Leser fordern Rücktritt des Fifa-Chefs

Die Teilnehmer der Leser-Umfrage und die Kommentarschreiber sind sich einig: Sepp Blatter ist als Präsident der Fifa nicht mehr tragbar.

von
bsg
Geht es nach den 20-Minuten-Lesern muss Blatter seinen Posten räumen. Das finden auch diese Demonstranten vor dem Zürcher Hallenstadion (28. Mai 2015).

Geht es nach den 20-Minuten-Lesern muss Blatter seinen Posten räumen. Das finden auch diese Demonstranten vor dem Zürcher Hallenstadion (28. Mai 2015).

Wo viele Menschen sind, treffen oft die unterschiedlichsten Meinungen aufeinander. Dies meist auch in den Kommentarspalten der 20-Minuten-Artikel. Im aktuellen Fifa-Skandal sieht das allerdings anders aus: Die Leser schiessen scharf gegen den Fussball-Weltverband und noch schärfer gegen seinen Präsidenten Sepp Blatter. Korrupt sei dieser und eine Schande für den Fussball. Viele zweifeln auch daran, dass Blatter nichts von den vermeintlichen Machenschaften seiner Funktionäre wusste.

Leser A. Noldi fasst zusammen: «Als Präsident ist Blatter für den Laden verantwortlich und wenn er nicht weiss, was in seinem Umfeld läuft, ist das für mich unverständlich. Genauso, wie wenn er wiedergewählt werden sollte!» In der Kurzumfrage fordert eine grosse Mehrheit, dass Sepp Blatter sein Amt niederlegt: 75 Prozent der rund 9000 Teilnehmer (Stand: 28. Mai 2015, 11.30 Uhr) wollen den Rücktritt Blatters als Präsident des Fussball-Weltverbands. 15 Prozent halten sich mit ihrer Meinung zurück, bis sich die Vorwürfe gegen die Fifa erhärten, und nur 10 Prozent glauben, dass Blatter von dem Skandal nichts wusste und darum sein Amt nicht niederlegen muss.

«Blatter gefährdet den Ruf der Schweiz»

Einige sehen durch den 79-Jährigen sogar die Reputation der Schweiz beschmutzt. So auch Leser Walo: «Was uns Sepp Blatter an mieser Presse einbringt, kann niemand wieder verbessern, auch nicht zehn Roger Federer.» Und doch schätzen viele die Chance, dass er als Präsident zurücktritt, als unrealistisch ein. «Frei nach dem Motto: Ist der Ruf mal ruiniert, lebt es sich recht ungeniert. Das wird sich auch Herr Blatter denken», schreibt Leserin Maria.

Mundtot argumentiert werden die wenigen, die sich hinter den Präsidenten stellen. Wie Leser Peter Evers: «Blatter soll und muss nicht abtreten. Er ist viel zu schlau und selber nicht in die Korruption verwickelt.» Die Kommentierenden widersprechen seiner Äusserung heftig. Zum Beispiel Hans Zimmer: «Nur weil die Polizei noch nicht genug Beweise hat, heisst das nicht, dass er nicht korrupt ist. Bisher konnte man ihm einfach noch nichts nachweisen.»

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