Aktualisiert 05.05.2015 13:24

Umfrage-Auswertung20-Minuten-Leser lieben die Selbstüberwachung

Schlaf, Kalorien, Schritte: 60 Prozent der 20-Minuten-Leser vermessen sich selbst. Die Hälfte davon würde die Daten ihrer Versicherung weitergeben.

von
tob
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Rund 1100 Personen haben an der Umfrage zum Thema Self-Tracking teilgenommen. 63,4 Prozent der Teilnehmer überwachen ihre Gesundheit mit Hilfe von Technik. Dabei setzen 53,3 Prozent lediglich das Smartphone für die Selbstüberwachung ein.

Rund 1100 Personen haben an der Umfrage zum Thema Self-Tracking teilgenommen. 63,4 Prozent der Teilnehmer überwachen ihre Gesundheit mit Hilfe von Technik. Dabei setzen 53,3 Prozent lediglich das Smartphone für die Selbstüberwachung ein.

46,6 Prozent der Umfrageteilnehmer nutzen zusätzlich zum Mobiltelefon ein Wearable, sprich einen speziellen Fitnesstracker oder eine Smartwatch.

46,6 Prozent der Umfrageteilnehmer nutzen zusätzlich zum Mobiltelefon ein Wearable, sprich einen speziellen Fitnesstracker oder eine Smartwatch.

Flickr/Doctorow
Am häufigsten zählen die Leser, die bei der Umfrage mitgemacht haben, die zurückgelegten Schritte. Danach folgt die Überwachung der Kalorien, Schlaftracking und auf dem letzten Platz der eigene Herzschlag.

Am häufigsten zählen die Leser, die bei der Umfrage mitgemacht haben, die zurückgelegten Schritte. Danach folgt die Überwachung der Kalorien, Schlaftracking und auf dem letzten Platz der eigene Herzschlag.

Flickr/Aigle_Dore

Das Vermessen des eigenen Körpers zur Selbstüberwachung, dem sogenannten Self-Tracking, liegt im Trend. 20 Minuten wollte von den Lesern wissen, ob und wie sie Gesundheits- und Fitnessdaten mit Hilfe von Technik erfassen. Rund 1100 Personen haben an der Umfrage teilgenommen.

Die 20-Minuten-Leser sind fleissige Self-Tracker: 63 Prozent der Umfrageteilnehmer überwachen ihre Fitnessdaten. 54 Prozent davon machen das nur mithilfe ihres Smartphones, 46 Prozent setzen zusätzlich einen Fitness-Tracker oder ein anderes Wearable ein.

Schritte, Kalorien und Schlaf

Die Anzahl der zurückgelegten Schritte wird von den Lesern mit Abstand am häufigsten getrackt. Viele versuchen, die empfohlenen 10'000 Schritte am Tag zurückzulegen. An zweiter Stelle folgen die verbrauchten Kalorien, dann der Schlaf und auf dem letzten Platz der eigene Herzschlag.

Beschäftigt hat die Leser bei der Diskussion um die Selbstüberwachung auch die Sicherheit der eigenen Daten. «Ich würde meine Daten gerne besser schützen, aber die Gadgets sind darauf ausgelegt, alles in die Cloud zu speichern», kommentierte Leser Mike Müller. So sind die AGB der Gesundheits- und Fitness-Apps oft seitenlang und nicht immer ist nachvollziehbar, wo die die eigenen Daten landen. 61 Prozent der Umfrageteilnehmer sind gar der Meinung, dass von ihnen mehr Daten gesammelt werden, als sie wissen.

Grafik: 20 Minuten

Daten gegen Rabatte? Kein Problem

Mitte April sorgte eine Ankündigung von IBM für Aufsehen. Der IT-Dienstleister will künftig anonymisierte Gesundheitsdaten von Apple-Nutzern verkaufen. Mit der Weitergabe der Fitnessdaten scheinen die Umfrageteilnehmer wenig Probleme zu haben: 51 Prozent würden die Daten ihrem Arzt oder gar der Versicherung weitergeben. Zwei Drittel würden im Gegenzug aber eine finanzielle Entschädigung in Form von Rabatten erwarten.

In der Schweiz ist das Modell Fitnessdaten gegen Rabatte bei der obligatorischen Versicherung nicht möglich, wie Hanspeter Thür, Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (Edöb), im Januar erklärte. Bei freiwilligen Versicherungen sei es aber eine Frage der Zeit, bis ein solches Modell eingeführt werde.

Darin sehen Datenschützer ein Problem. «Mit der Nutzung von Wearables und Gesundheits-Apps kreieren wir aufschlussreiche Persönlichkeitsprofile», sagt Silvia Böhlen vom Edöb-Büro. Das könne heikel sein, da Angaben zu Fettanteil, Schlafverhalten, Herz- oder Atemfrequenz Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand und allfällige Krankheiten einer Person zulassen und dieser zum Nachteil werden können – etwa mit der Erhöhung einer Prämie.

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