Mit 215 km/h über die A1: 20 Monate bedingt für deutschen Raser beantragt
Aktualisiert

Mit 215 km/h über die A120 Monate bedingt für deutschen Raser beantragt

Ein 58-Jähriger war Anfang August auf der A1 mit 88 km/h zu schnell unterwegs. Jetzt fordert die Staatsanwaltschaft eine bedingte Freiheitsstrafe und eine Busse.

Ein deutscher Raser soll im Kanton Aargau mit einer bedingten, 20-monatigen Freiheitsstrafe sowie einer Busse von 4000 Franken bestraft werden. Das fordert die Staatsanwaltschaft und beantragt gleichzeitig, dass sein Auto eingezogen und verkauft wird.

Der 58-Jährige war am frühen Morgen des 3. August bei Spreitenbach AG mit 215 km/h über die A1 gedonnert. Erlaubt waren 120 km/h. Nach Abzug eines Toleranzwertes von 7 km/h war der Deutsche mit 88 km/h zu schnell unterwegs. Damit erfüllte er den Tatbestand eines Raserdelikts.

Zudem fuhr der Mann ohne Führerausweis. Die Kantonspolizei Aargau nahm den Raser vorübergehend fest. Die Staatsanwaltschaft Baden liess das Fahrzeug beschlagnahmen. Der Vorfall löste in Deutschland ein grosses Medienecho aus.

«Raserfalle Schweiz»

«Auto weg, Strafverfahren, vielleicht sogar Gefängnis», brachte das Nachrichtenportal Spiegel Online die Sache damals auf den Punkt und klärte die Autofahrernation Deutschland über die «harten Strafen gegen Raser in der Schweiz» auf.

Vor einer «Raserfalle Schweiz» warnte auch die Nachrichtenagentur dpa: «Für Strassenrowdys kennen Eidgenossen keine Gnade.» Die Schweizer Autobahnen seien «prima in Schuss» und würden daher so manchen Deutschen zum Rasen verleiten.

Die Staatsanwaltschaft Baden wirft dem Raser qualifizierte Verletzung der Verkehrsregeln sowie Fahren ohne den erforderlichen Führerausweis vor, wie sie am Dienstag mitteilte. Das Bezirksgericht Baden wird sich demnächst mit dem Fall befassen. (sda)

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