Pilotstudie der BFU: 20 tödliche Unfälle pro Jahr, weil Autofahrer zu schnell unterwegs sind
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Pilotstudie der BFU20 tödliche Unfälle pro Jahr, weil Autofahrer zu schnell unterwegs sind

Jeder Dritte ist mit dem Auto oder dem Töff zu schnell unterwegs. Die BFU wertete Daten von 16 Millionen Fahrzeugen aus.

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Auf Autobahnen hält sich jeder Dritte nicht ans Tempolimit.

Auf Autobahnen hält sich jeder Dritte nicht ans Tempolimit.

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Innerorts fuhren bei Tempo 30 gar über die Hälfte der Lenkerinnen und Lenker schneller als erlaubt. Autos waren auf diesen Strecken in den Landesteilen ähnlich schnell unterwegs.

Innerorts fuhren bei Tempo 30 gar über die Hälfte der Lenkerinnen und Lenker schneller als erlaubt. Autos waren auf diesen Strecken in den Landesteilen ähnlich schnell unterwegs.

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Wie die BFU weiter schreibt, liessen sich jährlich mehr als 20 tödliche Unfälle vermeiden, wenn sich alle Lenkerinnen und Lenker von Motorfahrzeugen an die Tempolimiten halten würden.

Wie die BFU weiter schreibt, liessen sich jährlich mehr als 20 tödliche Unfälle vermeiden, wenn sich alle Lenkerinnen und Lenker von Motorfahrzeugen an die Tempolimiten halten würden.

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Darum gehts

  • Innerorts und auf der Autobahn fahren viele Schweizer schneller als erlaubt.
  • Die Hälfte der Verkehrsteilnehmer missachtet Tempo 30.
  • Wenn sich alle ans Tempolimit halten würden, liessen sich laut BFU viele Unfälle verhindern.

Innerorts und auf Autobahnen ist in der Schweiz jeder Dritte mit Auto oder Motorrad zu schnell unterwegs. Besonders Motorradlenkerinnen und -lenker drehen den Gasgriff gerne auf. Das fand die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) heraus.

Die BFU erhob die Daten in einer umfassenden Pilotstudie, wie sie am Donnerstag mitteilte. Bisher fehlten verlässliche Angaben. Die Stelle wertete Daten von über 16 Millionen Fahrzeugen auf 211 Strassenabschnitten aus.

Dabei stellte sich heraus, dass sich ausserorts eine klare Mehrheit an die Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 Kilometern pro Stunde hielt. Innerorts oder auf Autobahnen wurden die Tempolimiten hingegen von jedem dritten Fahrzeug überschritten. Ausserorts war dies nur bei jedem sechsten der Fall.

Hälfte missachtet Tempo 30

Innerorts fuhren bei Tempo 30 gar über die Hälfte der Lenkerinnen und Lenker schneller als erlaubt. Autos waren auf diesen Strecken in den Landesteilen ähnlich schnell unterwegs.

Bei den Motorradfahrerinnen und -fahrern zeigten sich hingen regionale Unterschiede: Während in der Westschweiz und im Tessin 55 Prozent zu schnell fuhren, waren es in der Deutschschweiz 72 Prozent. Über alle Tempolimiten gesehen zeigte sich, dass Motorräder durchschnittlich etwas schneller fuhren als Autos.

Wie die BFU weiter schreibt, liessen sich jährlich mehr als 20 tödliche Unfälle vermeiden, wenn sich alle Lenkerinnen und Lenker von Motorfahrzeugen an die Tempolimiten halten würden. Und 300 schwere Verletzungen liessen sich ebenfalls verhindern.

Erhebliches Präventionspotenzial

Nach den verschiedenen Limiten aufgeschlüsselt zeigt sich das grösste Präventionspotenzial von zehn Toten auf Strassen mit Höchstgeschwindigkeit 80. Dahinter folgen die Tempo-50-Zonen mit acht Opfern und 182 Schwerverletzten pro Jahr weniger.

Die BFU schlägt als Mittel gegen Tempoüberschreitungen neben Polizeikontrollen bauliche Massnahmen und Geschwindigkeitsassistenten an möglichst vielen Fahrzeugen vor.

Demnach sollten Strassen so gestaltet sein, dass schon ihr Erscheinungsbild erklärt, welches Tempo gilt. Ausserorts sollte ein gleichmässiges Tempo möglich sein und feste Objekte vom Strassenrand entfernt werden.

(SDA)

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