20 Tote bei Anschlag in Pakistan
Aktualisiert

20 Tote bei Anschlag in Pakistan

Bei einem Bombenanschlag während einer Wahlkampfveranstaltung im Nordwesten Pakistans sind 20 Menschen getötet und 30 verletzt worden. Die Bombe detonierte während einer Kundgebung der säkularen Awami-Partei.

Die säkulare ANP tritt bei der Parlamentswahl am 18. Februar gegen mehrere religiöse Parteien an. Die Wahlen sollten ursprünglich am 8. Januar stattfinden, waren nach dem Anschlag auf Oppositionsführerin Benazir Bhutto Ende Dezember aber verschoben worden.

Bhuttos Partei hat Wahlkampf wieder begonnen

Bhuttos Volkspartei hat rund sechs Wochen nach der Ermordung ihren Wahlkampf wieder aufgenommen. Mit den Rufen «Demokratie ist die beste Rache» versammelten sich am Samstag mehr als 100 000 PPP-Anhänger in einem Sportstadion in der Stadt Thatta im Süden Pakistans zur ersten Grosskundgebung der Partei seit dem tödlichen Attentat Ende Dezember.

Aus Furcht vor Attentaten von Islamisten fand die Veranstaltung unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt: Etwa 2000 Polizisten und Hunderte private Sicherheitskräfte schirmten den Kundgebungsort ab.

«Sie wollte das System ändern, und deswegen hat sie das System getötet», sagte Bhuttos Ehemann und De-Facto-Parteichef Asif Ali Zardari zu der Menge in Thatta. Riesige Bilder von Bhutto, Zardari und Bhuttos 19-jährigem Sohn Bilawal waren in dem Stadion angebracht, Partei-Lieder und Aufnahmen von Reden der früheren Ministerpräsidentin wurden abgespielt.

Zahlreiche Anhänger hatten sich rot-grün-schwarze Parteiflaggen umgewickelt und trugen Kopfbedeckungen mit dem Porträt der getöteten Parteichefin. Die 40-tägige Trauerzeit war am Donnerstag zu Ende gegangen. (sda)

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