Aktualisiert 30.04.2016 10:13

Zürich-Wiedikon

200'000 Franken Sachschaden – 2 Verletzte

Rund 60 Personen aus der linksautonomen Szene haben im Vorfeld des 1. Mai in Zürich-Wiedikon ein Auto in Brand gesteckt und Scheiben eingeschlagen.

von
bee/woz

Am Freitagabend kam es in Zürich zu einer spontanen Demonstration. Rund 60 meist vermummte Personen versammelten sich im Kreis 3 und legten sich mit der Polizei an. Dabei kam es zu diversen Sachbeschädigungen. Der Schaden dürfte weit über 200'000 Franken betragen, teilt die Stadtpolizei Zürich heute mit.

Der Einsatz in den Zürcher Kreisen 3 und 4 begann gegen 21.00 Uhr. Die Chaoten zündeten auf ihrem Saubannerzug ein Fahrzeug und mehrere Container an. Zudem schlugen sie mehrere Scheiben ein und verschmierten Fassaden.

Bekennerschreiben aufgetaucht

Nachdem die Randalierenden die Polizisten mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen hatten, beendeten die Einsatzkräfte den Umzug mit Reizstoff und Gummischrot. Sieben Männer und zwei Frauen wurden festgenommen. Eine Frau und ein Mann mussten ins Spital gebracht werden. Gemäss einer Medienmitteilung hatte sich die Frau selbst eine Schnittwunde an der Hand zugezogen, der Mann wurde aus den eigenen Reihen durch einen Feuerwerkskörper im Gesicht getroffen.

Im Internet tauchte ein Bekennerschreiben auf. Demnach handelte es sich beim Aufmarsch der Linksextremen zwei Tage vor dem 1. Mai um eine Protestaktion «gegen Aufwertung, Verdrängung und Repression».

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