Aktualisiert 30.11.2011 07:43

Fluggesellschaften

200 Airlines gingen in zehn Jahren pleite

Fluglinien-Pleiten gehören schon fast zum Alltag. Jetzt hat es die drittgrösste US-Fluggesellschaft American Airlines erwischt. Die wichtigsten Pleite-Airlines und deren Untergang.

Die Swissair, Teil der Schweizer Identität wie Käse und Schokolade, blieb am Boden.

Die Swissair, Teil der Schweizer Identität wie Käse und Schokolade, blieb am Boden.

Mehr als 200 Fluggesellschaften sind nach Angaben von Branchenkennern in den vergangenen zehn Jahren weltweit vom Markt verschwunden. Gründe waren unter anderem die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA und die Finanzkrise im Jahr 2008.

Nun hat die drittgrösste US-Fluggesellschaft American Airlines nach hohen Verlusten Insolvenz angemeldet. Noch fliegt die Linie. Doch es ist unklar, ob sie ihre Finanzen geordnet bekommt. Nicht alle Airlines haben das geschafft. Einige Beispiele:

August 2010: Die angeschlagene mexikanische Fluggesellschaft Mexicana de Aviación meldete Insolvenz an und stellt ihre Flüge auf unbestimmte Zeit ein. Die Suche nach Investoren läuft nach Angaben der Linie noch immer.

Juli 2009: Die einst drittgrösste russische Fluggesellschaft KrasAir ist pleite. Der Flugbetrieb war auf Gerichtsbeschluss bereits im November 2008 gestoppt worden.

Dezember 2002: Die US-Fluggesellschaft United Airlines meldet den grössten Airline-Konkurs aller Zeiten an. Die zweitgrösste Fluglinie der Welt fliegt jedoch weiter - nach einem harten Sanierungskurs bis heute.

März 2002: Swissair, Teil der Schweizer Identität wie Käse und Schokolade, gerät in Zahlungsschwierigkeiten. Konkurrenz Crossair aus Basel übernimmt den Betrieb. Unter dem Namen «Swiss» entsteht eine neue nationale Airline der Schweiz. Später übernimmt sie die Lufthansa

Dezember 2001: Eine der grössten Fluglinien der USA, Trans World Airlines (TWA), gerät in eine hoffnungslose finanzielle Schieflage. Konkurrent American Airlines macht ein Kaufangebot - TWA akzeptiert.

November 2001: Die belgische Sabena wird als erste nationale Fluggesellschaft der EU Opfer der Luftfahrtkrise nach den Terroranschlägen vom 11. September. Das staatliche Unternehmen hatte in den 25 Jahren vor dem Konkurs allerdings durchgehend rote Zahlen geschrieben. Nach der Pleite wird der Flugbetrieb von Brussels Airlines fortgeführt.

(sda)

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