Hannover: 200 Jesiden wollten Polizeiposten stürmen

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Hannover200 Jesiden wollten Polizeiposten stürmen

Nach einer Mahnwache kam es in Hannover beinahe zur Eskalation. Ein Mädchen wurde von der Polizei auf den Posten gebracht. Angeblich wollte es einer Zwangsheirat entkommen.

von
dia

In Hannover versammelten sich am Donnerstagabend rund 200 Jesiden vor einem Polizeiposten und drohten, diesen zu stürmen. Dies, weil sich offenbar ein jesidisches Mädchen auf der Polizeiwache befand. Wie die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» (HAZ) schreibt, geriet das Mädchen mit einem vermeintlichen Salafisten aneinander. Dieser soll sie am Arm festgehalten und geschubst haben. Laut «Focus» handelt es sich dabei um einen Familienstreit. Das Mädchen wollte einer angeblichen Zwangsheirat mit dem Salafisten entkommen.

Daraufhin griff die Polizei ein und versuchte das Mädchen mit einem Streifenwagen in Sicherheit zu bringen. Die Jesiden attackierten daraufhin das Polizeiauto. Die Polizisten brachten das Mädchen auf die Polizeiwache Hannover Mitte. Rund 80 Personen haben sich daraufhin zur Wache begeben, zitiert der Sender «NDR» eine Polizeisprecherin. Die Jesiden drohten damit, die Wache zu stürmen, sollte das Mädchen nicht freigelassen werden.

Nach einigen Auseinandersetzungen mit den Demonstranten konnten die Beamten den Jesiden versichern, dass das Mädchen in Sicherheit sei. Dadurch konnte die Situation entschärft werden, schreibt die «HAZ». Verletzte und Festnahmen habe es nicht gegeben.

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