26.10.2020 02:17

Erstes Nest in den USA200 Killer-Hornissen aus Baum gesaugt

Insektenforscher haben bei Blaine im US-Bundesstaat Washington ein Nest mit asiatischen Riesenhornissen entfernt. Die Tiere, die eine grosse Gefahr für Honigbienen darstellen, können bis zu fünf Zentimeter lang werden.

von
Yasmin Rosner
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In Schutzanzügen, die Astronauten ähnelten, näherten sich die Wissenschaftler dem Nest im Baum. 

In Schutzanzügen, die Astronauten ähnelten, näherten sich die Wissenschaftler dem Nest im Baum.

via WA St Dept of Agr
Etwa 200 asiatische Riesen-Hornissen wurden aufgesaugt. 

Etwa 200 asiatische Riesen-Hornissen wurden aufgesaugt.

via WA St Dept of Agr
Die Anzüge sollten speziell vor den Stacheln der Hornissen schützen.

Die Anzüge sollten speziell vor den Stacheln der Hornissen schützen.

via WA St Dept of Agr

Darum gehts

  • In den USA wurde zum ersten Mal ein Nest der asiatischen Riesen-Hornisse aufgespürt.

  • Rund 200 Tiere wurden gefangen.

  • Die auch Killer-Hornissen genannten Tiere können den Tod für die Honigbienen bedeuten.

«Wir haben sie», twitter das Landwirtschaftsministerium des US-Bundesstaats Washington am Sonntag. Gemeint waren rund 200 asiatische Riesen-Hornissen, die in einem Wald nahe Blaine aus einem Baum gesaugt wurden. Das Nest war gemäss Medienberichten so gross wie ein Basketball. Die Tiere, die auch den Spitznamen Killer-Hornissen haben, können bis zu fünf Zentimeter lang werden und haben einen bis zu sechs Millimeter langen Stachel.

Dementsprechend waren die Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums und Wissenschaftler in Schutzanzügen gekleidet, um sich vor allfälligen Stichen zu schützen.

Das Nest – das erste, das überhaupt in den USA gefunden wurde – wurde dank einer mit einem Sender ausgestatteten Riesen-Hornisse gefunden. Der Baum, in dem sich das Nest befand, soll in den nächsten Tagen gefällt werden, um sicher zu gehen, dass keine neugeborenen Riesen-Hornissen überleben, und um herauszufinden, wie viele Königinnen übrig geblieben sind.

Kleine Schwester in der Schweiz

Ein Stich der asiatische Riesen-Hornisse kann für den Menschen tödlich sein – aber ist nicht schlimmer als ein Bienen- oder Wespenstich. Für die heimischen und ohnehin schon bedrohten Honigbienen stellt die Killer-Hornisse jedoch die weitaus grössere Gefahr dar. Sie kann ein Honigbienen-Volk mit 30’000 Tieren innert weniger Stunden zerstören – mit verheerenden Folgen für die Landwirtschaft und Imker.

Die asiatische Riesen-Hornisse wurde in der Schweiz noch nicht entdeckt, ein Nest der kleineren und weniger aggressiven asiatischen Hornisse wurde vergangenes Jahr aber bereits in der Westschweiz entdeckt. Forscher rechnen damit, dass sie sich in den nächsten Jahren in der Schweiz festsetzen wird. Auch die asiatische Hornisse stellt eine Bedrohung für hiesige Bienenvölker dar. Sollte die asiatische Riesen-Hornisse ebenfalls ihren Weg in die Schweiz finden, wäre dies das Horrorszenario, wie Insektenforscher Daniel Cherix im Juli zu «20 Minuten» sagte.

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15 Kommentare
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Imki

26.10.2020, 05:00

Würde mich interessieren, wie es die Honigbienen in Japan so mit diesen Hornissen haben. Die hiesigen Hornissen werden ja von den angegriffenen Bienen "gekocht". Will heissen, ein ganzes Rudel von Bienen setzt sich auf die Hornisse, und erzeugt Wärme durch vibrieren. Da die Hornisse nicht so hohe Temperaturen wie die Bienen verträgt, verendet sie.

Peinlich

26.10.2020, 04:59

Habt ihr die Stadt Blaine im Staat Washington oder im Staat Minnesota gemeint? Es gibt dort keinen Staat, der Blaine heisst!

26.10.2020, 04:53

Es gibt dort 100%-ig sicher keinen Staat, der „Blaine“ heisst!