23.10.2018 20:25

43 Prozent durch Frauen ersetzt

200 mächtige Männer nach #MeToo entlassen

Durch die #MeToo-Debatte verloren 200 wichtige Männer ihren Job. Dies berichtet die New York Times.

1 / 76
Plädiert auf nicht schuldig: Harvey Weinstein erscheint zum Gerichtstermin in New York. (5. Juni 2018)

Plädiert auf nicht schuldig: Harvey Weinstein erscheint zum Gerichtstermin in New York. (5. Juni 2018)

AP/Seth Wenig
Wieder auf freiem Fuss: Harvey Weinstein wurde am Freitag gegen eine Kaution und mit einer elektronischen Fussfessel wieder freigelassen. (25. Mai 2018)

Wieder auf freiem Fuss: Harvey Weinstein wurde am Freitag gegen eine Kaution und mit einer elektronischen Fussfessel wieder freigelassen. (25. Mai 2018)

epa/Peter Foley
Harvey Weinstein stellt sich in New York der Polizei.

Harvey Weinstein stellt sich in New York der Polizei.

Getty Images/Spencer Platt

Seit Beginn der #MeToo-Bewegung rund um sexuelle Übergriffe vor gut einem Jahr haben nach einer Analyse der «New York Times» rund 200 mächtige Männer ihren Job verloren. In knapp der Hälfte der Fälle seien sie durch Frauen ersetzt worden, berichtete die Zeitung am Dienstag.

Mindestens 920 Menschen seien in diesen Fällen mutmassliche Opfer von sexuellem Fehlverhalten geworden, hiess es weiter.

Ausgelöst wurde die #MeToo-Bewegung durch Berichte über das Verhalten von Filmproduzent Harvey Weinstein Anfang Oktober 2017. In den zwölf Monaten davor wurden der Zeitung zufolge weniger als 30 Menschen gefeuert oder traten zurück, nachdem ihnen öffentlich sexuelle Übergriffe vorgeworfen worden waren.

«Die Ernennung einer Frau garantiert keine Änderung»

Darunter war etwa der frühere Fox-News-Moderator Bill O'Reilly, der im April 2017 entlassen wurde - dies bezeichnete die «New York Times» als «Vorbeben».

43 Prozent der entlassenen oder zurückgetretenen Männer wurden der Analyse zufolge durch Frauen ersetzt. Von diesen Frauen arbeite ein Drittel bei Nachrichtenmedien, ein Viertel in Regierungen und ein Fünftel im Bereich Entertainment/Kultur. Frauen sei allerdings auch sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen worden, schrieb die Zeitung. «Die Ernennung einer Frau garantiert nicht, dass sich etwas ändert.» (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.