200 Milliarden dürfen in Markt gepumpt werden
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200 Milliarden dürfen in Markt gepumpt werden

Die US-Behörden haben strenge Kapitalregeln für die beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac gelockert.

Sie ermöglichen damit eine milliardenschwere Finanzstütze für die angeschlagene Branche.

Die beiden Unternehmen dürften bis zu 200 Mrd. Dollar in die kriselnde Hypothekenbranche pumpen, teilte die Bundesaufsicht für Häuserbau am Mittwoch mit.

Eine Überprüfung der Geschäfte beider Unternehmen habe zudem ergeben, dass Fannie Mae vollkommen und Freddie Mac nahezu komplett die bisherigen Bilanz- und Kapitalregeln der Regierung eingehalten hätten.

Die nun angekündigte Lockerung hat zur Folge, dass die zwei grössten Hypotheken-Finanzierer als Rücklagen nicht mehr 30 Prozent mehr Kapital halten müssen als üblicherweise notwendig, sondern nur noch 20 Prozent.

Die 30-Prozent-Regel war vor einigen Jahren eingeführt worden, nachdem Bilanzskandale das Vertrauen in die beiden von der Regierung geförderten Finanzierer erschüttert hatten.

Konkret erhalten die beiden Institute künftig die Erlaubnis, einige ihrer Kapitalreserven in Höhe von bis zu 200 Milliarden Dollar zum Aufkauf von Hypotheken-Vermögenswerten zu verwenden. Bedingung hierfür wird eine Kapitalerhöhung in der näheren Zukunft sein. (scc) (sda)

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