200 Millionen Personen konsumieren Drogen
Aktualisiert

200 Millionen Personen konsumieren Drogen

Die Uno zieht eine verhalten positive Bilanz des weltweiten Kampfes gegen die Produktion und den Missbrauch von illegalen Drogen. Besorgt zeigte sie sich über den deutlich gestiegenen Konsum von Kokain in Europa.

«Zu viele berufstätige, gebildete Europäer konsumieren Kokain und verleugnen ihre Abhängigkeit», erklärte der Chef der Uno-Behörde für Drogen und Kriminalität (UnoDC), Antonio Maria Costa, bei der Vorstellung des Weltdrogenberichts 2006 gestern in Wien.

Die meistverbreitete Droge der Welt bleibt Cannabis. Etwa 200 Millionen Menschen, und damit fünf Prozent der Menschheit zwischen 15 und 64 Jahren, konsumierten 2004 mindestens einmal eine illegale Droge. Davon konsumierten 162 Millionen Menschen Cannabis.

Obwohl es lange den Ruf einer weichen Droge hatte, nimmt die gesundheitsschädigende Wirkkraft von Cannabis zu. «Heutzutage entsprechen die schädlichen Eigenschaften von Cannabis jenen von anderen pflanzenbasierten Drogen wie Kokain und Heroin», warnte Costa.

Grund zur Entwarnung besteht nach Einschätzung der Uno bei weitem nicht. Doch generell funktioniere die Kontrolle. Das Weltdrogenproblem sei eingedämmt. Seit einem Vierteljahrhundert sei der Konsum illegaler Rauschmittel erstmals wieder auf dem Rückzug, sagte Costa.

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