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Windows 7200 Mio. PCs sind eine «tickende Zeitbombe»

Auf jedem dritten PC läuft Windows 7. Künftig erhält das System jedoch keine Updates mehr. Das könne gravierende Folgen haben, warnen IT-Experten.

von
tob
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Der damalige Microsoft-CEO, Steve Ballmer, hat das Betriebssystem Windows 7 am 22. Oktober 2009 in New York vorgestellt.

Der damalige Microsoft-CEO, Steve Ballmer, hat das Betriebssystem Windows 7 am 22. Oktober 2009 in New York vorgestellt.

Shannon Stapleton
Weltweit läuft das System noch immer auf rund 200 Millionen Computern, schätzt das Fachmagazin Zdnet.com

Weltweit läuft das System noch immer auf rund 200 Millionen Computern, schätzt das Fachmagazin Zdnet.com

Am 14. Januar 2020 stellt Entwickler Microsoft jedoch den Support ein.

Am 14. Januar 2020 stellt Entwickler Microsoft jedoch den Support ein.

Getty Images/oli Scarff

Millionen Windows-Nutzer sind in Gefahr. Sie sitzen – so warnen Sicherheitsexperten – auf einer Zeitbombe, wenn sie weiterhin das Betriebssystem Windows 7 nutzen. Microsoft wird den Support für das System am 14. Januar beenden. Bereits seit Monaten weist der Entwickler auf diesen Schritt hin.

Was bedeutet Support-Ende?

Zwar kann das Betriebssystem Windows 7 nach dem 14. Januar weiterhin auf Computern installiert und auch aktiviert werden. Ein PC, auf dem das System installiert sei, werde wegen fehlender Sicherheitsupdates jedoch anfälliger für Sicherheitsrisiken und Schadsoftware, erklärt Microsoft in einem einem Dokument auf seiner Website.

Wo liegen die Gefahren?

«Cyberkriminelle warten nur darauf, nicht mehr geschlossene Sicherheitslücken bei Windows 7 auszunutzen», erklärt Thomas Uhlemann, Security-Specialist bei der Firma Eset. «Der Umstieg auf ein neues Betriebssystem ist für Unternehmen und Privatanwender unausweichlich.» Zurzeit würde Windows 7 noch von rund 30 Prozent der Anwender genutzt. Andere Schätzungen gehen davon aus, dass das System weltweit auf 200 Millionen Geräten läuft. Bei Cyberangriffen könne es etwa zum Verlust persönlicher Daten und zu «immensen finanziellen Schäden» kommen, warnt der Experte. Unternehmen rät er, zu prüfen, ob die Police der Versicherung etwaige Schäden durch Cyberangriffe trotz der Nutzung von Windows 7 deckt.

Wieso macht Microsoft das?

Microsoft hat Windows 7 am 22. Oktober 2009 vorgestellt. Das Unternehmen verpflichtete sich damals, zehn Jahre lang Support für das System zu liefern. Mit dem Ablauf des Zeitraums werden nun wieder Ressourcen frei, die auf neuere Technologien und Anwendungen konzentriert würden, erklärt der Entwickler.

Was muss ich nun tun?

Microsoft empfiehlt Nutzern, auf Windows 10 umzusteigen, um zu vermeiden, dass sie einen Service oder Support benötigen, der in Zukunft nicht mehr verfügbar ist.

Wie kann ich updaten?

Einerseits besteht die Möglichkeit, das bestehende Win-7-System auf Windows 10 zu aktualisieren. Andererseits kann auf dem PC eine Neuinstallation vorgenommen werden. In beiden Fällen empfiehlt es sich, die Daten vorher zu sichern.

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