2000 Bauarbeiter demonstrieren in Genf
Aktualisiert

2000 Bauarbeiter demonstrieren in Genf

Arbeitskampf im Baugewerbe: Die einseitige Kündigung des Landesmantelvertrags (LMV) durch die Baumeister empört die Bauarbeiter.

In Genf haben am Montagvormittag gemäss Schätzungen der Polizei rund 2000 Personen gegen die Kündigung protestiert.

Der Verkehr in der Genfer Innenstadt kam wegen der Kundgebung praktisch zum Erliegen, wie eine SDA-Korrespondentin feststellte. Die Manifestanten zogen vor das Büro des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) und forderten lautstark einen neuen LMV. Zur Demonstration hatten die Gewerkschaften aufgerufen.

Bereits am Samstag machte die Unia-Baumeisterkonferenz in Bern klar, dass die Kündigung des Landesmantelvertrags nicht kampflos hingenommen werde. So soll in einer Urabstimmung geklärt werden, ob Streiks durchgeführt werden sollen. Zudem ist für den 22. September eine nationale Kundgebung in Zürich geplant.

Die Baumeister haben den LMV auf Ende September gekündigt. Sie werfen den Gewerkschaften vor, bei der wichtigen Frage der Kompensation ausgefallener Arbeitsstunden nicht flexibel zu sein. Diese entgegen, dass die Baumeister eine ungebremste Deregulierung wollten.

Notiz: Folgt Neufassung nach Ende der Kundgebung in Genf.

(sda)

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