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200000 Franken Schulden: Aus für das Openair Ebikon

Die Zentralschweiz ist um ein bedeutendes Festival ärmer: Das 13. Openair Ebikon wird nicht stattfinden. Der Verein hat sich aufgelöst und Schulden von über 200000 Franken hinterlassen.

«Wir zählten 6500 Besucher – bei diesem miesen Wetter eine gute Bilanz», hatte Erich Ochsner, Organisator des Openairs Ebikon, letzten Sommer gegenüber 20 Minuten optimistisch gesagt. Doch die Rechnung der Festivalverantwortlichen ging für die 13. Auflage vom kommenden August nicht mehr auf. Sie hofften bis zuletzt auf eine Geldspritze von Seiten eines finanzkräftigen Sponsors und auf einen Zustupf der Gemeinde Ebikon. Erich Ochsner gestern: «Beides hat leider nicht geklappt.» Zum massiven Besuchereinbruch sei es nicht nur wegen dem miesen Wetter gekommen, sondern auch, weil die Leute ihr Geld bereits für die Fussball-WM ausgegeben hätten, so Ochsner.

Den Vorwurf, die hohe Gage für die Kultrockband Deep Purple habe dem Openair das Genick gebrochen, weist Ochsner vehement zurück: «Ein Festival braucht einen Kassenknüller.» Über die Höhe der Gage sei aber Stillschweigen vereinbart worden. Dass jetzt Lieferanten und Firmen leer ausgehen müssen, bedauert Ochsner zutiefst. Für rund 200000 Franken wurden Verlustscheine ausgestellt, da das Vereinsvermögen gleich null ist.

Sandra Ziegler

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