2003: Mehr Verletzte und Tote bei VBZ-Crashs
Aktualisiert

2003: Mehr Verletzte und Tote bei VBZ-Crashs

Trotz weniger Unfällen hatten die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ) im Jahr 2003 mehr Tote und mehr Verletzte zu beklagen.

«Wenns chlöpfte, dann führte dies im vergangenen Jahr zu mehr Verletzten», sagt VBZ-Sprecher Andreas Uhl auf Anfrage von 20 Minuten. Insgesamt waren 2003 die VBZ-Fahrzeuge in 969 Verkehrsunfälle verwickelt – dabei wurden 459 Personen verletzt. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 70 Kollisionen mehr (1039), Verletzte gab es aber 21 weniger (438). Weshalb es letztes Jahr zur Zunahme bei den Verletzten gekommen ist, kann sich Uhl nicht erklären: «Sicher spielt der Faktor Zufall eine grosse Rolle.»

Besonders schwer wiegt die Zahl der Todesopfer: Acht Menschen fanden 2003 bei VBZ-Unfällen den Tod. Ein besonders tragischer Fall war der Unfall vom 30. Oktober beim Löwenplatz, als eine ortsunkundige Autolenkerin zwischen zwei Trams geriet und der Wagen richtiggehend zerquetscht wurde: Der vier Jahre alte Sohn der Lenkerin wurde dabei getötet.

Im Jahr 2002 gabs nur ein einziges Todesopfer. «Das war ein unglaubliches Glücksjahr», so Uhl. «Denn im langjährigen Mittel haben wir leider vier bis fünf Tote pro Jahr zu beklagen.»

Bei praktisch allen Kollisionen waren laut Uhl Drittpersonen für die Unfälle verantwortlich – und nicht die Chauffeure der VBZ.

Daniel Zumoberhaus

Deine Meinung