2006 wird ein Erdbeer-Sommer
Aktualisiert

2006 wird ein Erdbeer-Sommer

Die Haupterntezeit der Schweizer Erdbeeren neigt sich dem Ende entgegen. Bisher wurden 4950 Tonnen geerntet. Zwar kein Rekord, «aber ein sehr gutes Ergebnis» freuen sich die Obstproduzenten.

Zwar werden noch bis etwa Mitte September Erdbeeren in der Schweiz gepflückt werden, aber die meiste Arbeit wurde in den Hauptanbaugebieten - Thurgau, Wallis, Genferseegebiet, Mittelland und Zentralschweiz - bereits geleistet.

Beim Schweizerischen Obstverband zeigte man sich sehr zufrieden mit dem Ernteergebnis «der sensibelsten von allen Früchten», auch wenn man keine Redordwerte vermelden konnte wie in Baden- Württemberg.

Die Qualität der heimischen Erdbeeren sei dank der günstigen klimatischen Verhältnisse sehr gut, erklärte Pezzatti. Dies bestätigten die jährlichen Sortendegustationen des Verbandes sowie die Reaktionen der Kundinnen und Kunden.

Erdbeeren aus der Schweiz landen einen Tag nach der Ernte in der Verkaufsstelle. «Diese kurze Transportzeit ist die Stärke der Vorortproduktion», erklärt Pezzatti. Dadurch werde auch ein guter Geschmack gewährleistet.

Das schadlose Überstehen von langen Transportwegen und guter Geschmack schliessen sich laut Pezzatti bei Erdbeeren nämlich aus. Bei Importen aus dem Ausland lägen mindestens zwei Tage zwischen Ernte und Verkauf.

Die grosse Hitze während der letzten Tage habe den Erbeeren nicht gross geschadet, sagte Pezzatti. Lediglich etwa 2 Prozent würden Hitzeschäden aufweisen. Ein Teil dieser Beeren gelangten in die Industrieproduktion oder würden beispielsweise in Erdbeerwein umgewandelt. (sda)

Woher kommt die Erdbeere?

«Fragaria chiloensis» hiess die süsse Fracht, die der französische Seeoffizier Fraisier im Jahre 1712 aus dem fernen Südamerika nach Hause brachte und die ihm zu Ehren im französischen Sprachraum bald «la fraise» genannt wurde. Die Europäer staunten nicht schlecht, denn verglichen mit den ihnen schon seit jeher vertrauten Walderdbeeren waren die roten Früchte aus Amerika weit grösser, fleischiger und saftiger. Durch die Kreuzung mit der «Fragaria virginiana» aus Nordamerika entstand aus dem Geschenk von Kapitän Fraisier 1766 in Holland unsere Gartenerdbeere. Inzwischen gibt es davon über 1000 verschiedene Sorten.

(Quelle: swissfruit.ch)

Deine Meinung