Aktualisiert 21.12.2007 14:49

2007 war rekordwarm

Sehr warm, sonnig und doch auch regenreich: So hat sich das Wetter 2007 in den meisten Gebieten der Schweiz präsentiert. Das Jahr gehört zu den fünf wärmsten seit Messbeginn vor 150 Jahren.

Aussergewöhnlich waren die Temperaturen vor allem in der ersten Jahreshälfte. Über das Jahr gesehen war es auf der Alpennordseite in tiefen Lagen 1,3 bis 1,9 Grad wärmer als normal. In höheren Lagen war der Wärmeüberschuss mit 1,1 bis 1,5 Grad geringer, wie MeteoSchweiz am Freitag mitteilte. Südlich der Alpen waren die Temperaturen rund 2 Grad höher als gewohnt. In Lugano war es bislang nur 2003 wärmer.

Wie der Jahresrückblick der Meteorologen weiter zeigt, fiel in den meisten Gebieten überdurchschnittlich viel Regen. Viel zu trocken war es allerdings auf der Alpensüdseite. Dort fiel bis zu ein Viertel weniger Regen als im langjährigen Durchschnitt.

Die Witterung im 2007 zeichnete sich zudem durch die starke Besonnung aus. In den meisten Regionen schien die Sonne häufiger als üblich, im Mittelland resultierte im Vergleich zum Durchschnitt eine Besonnung von 120 Prozent.

Rekorde im Januar und April

Ursache für die hohen Jahrestemperaturen war die aussergewöhnlich warme erste Jahreshälfte: Sowohl der Januar als auch der April waren im Flachland so warm wie nie zuvor seit 1864.

In Basel wurden beispielsweise im Januar an 15 Tagen wenig winterliche 10 bis 15 Grad gemessen. Am Osterwochenende im April wurden vielerorts sommerliche Temperaturen über 20 Grad registriert.

Der April war zudem extrem trocken, es regnete in manchen Gegenden während bis zu 25 Tagen nicht, und die Sonne schien mit 300 Stunden doppelt so viel wie in diesem Monat üblich.

Die Sommermonate waren von zahlreichen, lokal heftigen Gewittern geprägt. Im Westen und im Wallis zählte der Sommer zu den drei nässesten Sommern seit 1901.

(sda)

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