Aktualisiert 03.03.2011 10:14

Hands-on«2011 wird das Jahr des iPads»

«Schneller, zwei Kameras, gleicher Preis»: Der gesundheitlich angeschlagene Apple-Gründer Steve Jobs stellte gestern die iPads der zweiten Generation vor. 20 Minuten Online hat den Tablet in London angetestet.

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mbu/owi/dsc

Die grosse Überraschung kam gleich zu Beginn: Steve Jobs persönlich stand am Abend des 2. März in San Francisco auf der Bühne. Mitte Januar musste er aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit nehmen (20 Minuten Online berichtete).

Wie man es von vergangenen Veranstaltungen her kennt, startete er seine Präsentation mit ein paar Facts and Figures. Apple zählt insgesamt über 200 Millionen Kunden-Konten. Bislang wurden weltweit mehr als 100 Millionen iPhones verkauft und über 100 Millionen eBooks runtergeladen. Im vergangenen Jahr wurden fast 15 Millionen iPads verkauft. Laut Jobs sind das mehr Tablets, als die gesamte Konkurrenz zusammen verkauft hat. Alleine für den Tablet stehen mittlerweile stolze 65 000 Apps zum Download bereit.

Schneller, leichter, dünner ...

In der zweiten Generation des Apple Tablets taktet ein Dual-Core-Prozessor, der den Namen A5 trägt. Die Grafik soll dadurch 9x schneller geworden sein, ohne dass die Leistung der Batterie leiden muss. Apple gibt rund zehn Stunden Akkulaufzeit an. Das iPad 2 wird in Schwarz und in Weiss in den Handel kommen. Es ist mit 8,8 mm rund 4,6 mm dünner als das Vorgängermodell. In der Front, so wie auf der Rückseite, ist je eine Kamera verbaut. Steve Jobs ist überzeugt, dass das iPad 2 ein Riesenerfolg wird und fasst die Vorteile kurz und bündig zusammen: «Schneller, leichter, dünner, Kameras und Gyroscope, zehn Stunden Akkulaufzeit, iOS 4.3, gleicher Preis, besserer Prozessor, schwarz und weiss - 2011 wird das Jahr des iPads.»

Ab dem 25. März in der Schweiz erhältlich

Der Verkaufsstart in Europa ist auf den 25. März angesetzt. Die Preise bleiben gleich, das Einsteigermodell (WIFI only und 16 GB) kostet 499 US-Dollar. Die teuerste Variante (WIFI + 3G mit 64 GB) schlägt mit 829 US-Dollar zu Buche. In den USA kommt das iPad 2 am 11. März in den Handel.

Mittels eines HDMI-Adapters (Preis: 39 US-Dollar) werden ipAd-Inhalte direkt auf den TV-Bildschirm übertragen - und das bei einer Auflösung von bis zu 1080p. Dies funktioniert auch mit sämtlichen Apps. Mit Hilfe der zwei im Rahmen eingelassenen Kameralinsen wird Apples Videotelefonie Facetime unterstützt.

iPhone wird zum Hotspot

Das iPad 2 wird mit iOS 4.3 angeboten werden, das ab dem 11. März auch für das iPhone und den iPod touch (3. und 4. Generation) zur Verfügung stehen wird. Bildstrecken, Videos und Webseiten sollen damit mittels AirPlay und Apple TV auf den Fernseher gestreamt werden können. Das iPhone 4 wird mit iOS 4.3 zum Hotspot. Wer ein iPad ohne 3G hat, kann so trotzdem über das Mobilfunknetz im Internet surfen.

Die Videobearbeitungs-App iMovie wird neu auch für das iPad angeboten und kostet 4.99 US-Dollar. Und mit der App GarageBand wird das iPad zum veritablen Synthesizer. Sensoren registrieren die Anschlagstärke und geben den Ton in der entsprechenden Lautstärke wieder. Auch diese App kostet 4.99 US-Dollar.

Vor Ort angetestet

Europäische Medienvertreter wurden von Apple nach London eingeladen, um den Event über eine Satellitenverbindung gemeinsam auf einer Grossleinwand zu verfolgen. 20 Minuten Online war vor Ort und konnte einen ersten Augenschein nehmen.

(Quelle: 20 Minuten Online / Daniel Schurter)

Der erste Eindruck ist gewaltig: Das iPad 2 ist hauchdünn und federleicht. Was sofort auffällt, ist die von Steve Jobs versprochene Geschwindigkeitssteigerung. Die Apps laden blitzschnell und auch innerhalb der Programme lässt es sich schnell arbeiten. Im Vergleich mit dem bisherigen iPad kommt einem die Tempo-Steigerung wie ein Quantensprung vor.

Gewöhnungsbedürftig ist der als Smart Cover angepriesene Deckel, der auch als Stütze für das iPad dienen kann. Das Teil aus Kunststoff ist magnetisch und lässt sich mit zwei Fingern bewegen. An der Innenseite befindet sich ein Microfasern-Flies, das die Glasoberfläche des iPads in zugeklapptem Zustand automatisch reinigt. Beim Aufklappen des Deckels schaltet sich das Gerät automatisch ein. Die neuen Cover kommen in zahlreichen poppigen Farben daher - wie man es von den iPods kennt. Als Polyurethan-Kunststoff soll die flexible, aber erstaunlich robuste Schutzhülle 39 Dollar kosten, in edlem Leder 69 Dollar.

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