Nach Sieg in Gümligen: «2018 will ich um Gold boxen»
Aktualisiert

Nach Sieg in Gümligen«2018 will ich um Gold boxen»

Die mehrfache Boxweltmeisterin Aniya Seki hat die Ungarin Kleopatra Tolnai im Ring nach Punkten besiegt. Damit kann sie ihren WBC-Gürtel behalten.

von
nla

Aniya Seki im Interview. ( 20 Minuten / NLA)

Gestern Samstag stieg die 38-jährige Aniya Seki in der Mooshalle in Gümligen in den Ring. Dabei konnte die Berner Boxerin den silbernen WBC-Gürtel im Bantamgewicht erfolgreich verteidigen. Sie besiegte ihre Gegnerin, die Ungarin Kleopatra Tolnai (21), über 10 Runden nach Punkten – 100:90 für die Bernerin mit japanischen Wurzeln. Die 18 Jahre jüngere Gegnerin aus Budapest hatte dabei wenig Chancen: Seki gewann vor applaudierendem Heimpublikum Runde um Runde.

Nur wenige Stunden nach dem mitternächtlichen Sieg traf 20 Minuten die Titelverteidigerin in ihrer Heimat in Bern.

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Der Kampf ging spurlos an ihr vorbei...

Der Kampf ging spurlos an ihr vorbei...

...Aniya Seki kämpfte am Samstagabend im Gümgligen gegen die Ungarin Kleopatra Tolnai.

...Aniya Seki kämpfte am Samstagabend im Gümgligen gegen die Ungarin Kleopatra Tolnai.

Keystone/Peter Klaunzer
Und verteidigte dabei ihren WBC-Gürtel.

Und verteidigte dabei ihren WBC-Gürtel.

Keystone/Peter Klaunzer

«Ich bin sehr zufrieden mit mir», sagt Seki nach ihrem Erfolg. Keine Sekunde habe sie am Sieg gezweifelt. Ihr Trainer Bruno Arati war von der starken Leistung der 38-Jährigen überrascht: «Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich gleich so gut schlägt. Sie hat sehr gut geboxt - sehr sauber», so Arati. Seit elf Jahren trainiert er nun die erfolgreiche Boxerin.

Seki kämpft bald für Gold

Nun gilt es, gemeinsam das nächste Ziel zu erreichen: den goldenen Gürtel. Mit dem gestrigen Sieg hat sich Seki nämlich die Möglichkeit erboxt, gegen die amtierende WBC-Weltmeisterin und Playboy-Model Mariana Juarez anzutreten und ihr den Goldtitel abzuknöpfen. «2018 ist es so weit. Bis dahin verteidige ich natürlich den silbernen Gürtel», sagt Seki siegessicher.

Nun stehen aber erst mal Ferien auf dem Programm: Seki will sich mit ihren Hunden entspannen, Freunde treffen – «und mal überhaupt nicht ans Boxen denken.»

Noch lange nicht Schluss

Trotz ihres nicht mehr ganz jugendlichen Alters liegt für Seki das Ende ihr Boxkarriere aber noch in ferner Zukunft. «Ich kämpfe, solange ich gut bin und es mir Spass macht», so die Bernerin.

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