16.02.2019 19:15

Weitere Milliarden geplant

2019 wird das teuerste Jahr der Schweizer Armee

Nicht nur die Luftwaffe, auch die Waffensysteme am Boden sollen ersetzt werden – für sieben Milliarden Franken.

von
kat
1 / 5
Grosse Investitionen geplant: VBS-Departementschefin Viola Amherd spaziert mit den Truppen der Schweizer Armee im WEF-Einsatz in Davos. (23. Januar 2019)

Grosse Investitionen geplant: VBS-Departementschefin Viola Amherd spaziert mit den Truppen der Schweizer Armee im WEF-Einsatz in Davos. (23. Januar 2019)

Keystone/Ennio Leanza
Seit Anfang des Jahres ist sie die neue Verteidigungsministerin: Bundesrätin Viola Amherd.

Seit Anfang des Jahres ist sie die neue Verteidigungsministerin: Bundesrätin Viola Amherd.

Keystone/Walter Bieri
Im Sommer will der Bundesrat den Kauf neuer Kampfjets und einem neuen System der bodengestützten Luftverteidigung (Bodluv) beschliessen: Ein Kampfflugzeug vom Typ F/A-18 während einer Flugshow der Schweizer Luftwaffe in Axalp bei Meiringen. (10. Oktober 2018)

Im Sommer will der Bundesrat den Kauf neuer Kampfjets und einem neuen System der bodengestützten Luftverteidigung (Bodluv) beschliessen: Ein Kampfflugzeug vom Typ F/A-18 während einer Flugshow der Schweizer Luftwaffe in Axalp bei Meiringen. (10. Oktober 2018)

Keystone/Marcel Bieri

Die Schweizer Armee will aufrüsten. Das wichtigste Vorhaben ist die Erneuerung der Luftwaffe. Bis zu acht Milliarden Franken sollen der Ersatz der F/A-18-Kampfflugzeuge und der Kauf eines neuen Systems zur bodengestützten Luftverteidigung kosten. Im Sommer wird der Bundesrat den Kauf beschliessen, wie die neue Verteidigungsministerin Viola Amherd bekannt gab.

Wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet, hat das VBS nun ein weiteres Projekt von ähnlicher Tragweite in Planung. Es geht um den Ersatz der veralteten Waffensysteme der Bodentruppen sowie um die Entwicklung neuer Fähigkeiten etwa im Cyberbereich. Das Ganze dürfte noch einmal bis zu sieben Milliarden Franken kosten.

«Gutgehütetes Geheimnis in Bundesbern»

Der als «Grundlagenpapier Boden» bekannte Investitionsplan ist laut Bericht «ein gutgehütetes Geheimnis in Bundesbern». In Armeekreisen werde «es bereits sehnlichst erwartet», wie Josef Dittli, FDP-Parlamentarier und Präsident der sicherheitspolitischen Kommission des Ständerates gegenüber der Zeitung sagt.

Ende 2018 sei das Dokument fertiggestellt worden. Zentral wird darin der Frage nachgegangen, in welchem Ausmass die Armee Waffensysteme wie Kampfpanzer, Schützenpanzer oder Aufklärungsfahrzeuge ersetzen soll. Es handelt sich um während des Kalten Krieges beschafftes Material, das im kommenden Jahr ausgemustert wird.

Acht Milliarden Franken für eine neue Luftwaffe und nochmals sieben für eine neue Bodenbesatzung – damit dürfte 2019 als teuerstes Jahr in der Geschichte der Schweizer Armee eingehen. Der Widerstand aus dem linken Politlager ist vorprogrammiert.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.