Bundesamt für Statistik – 2021 gabs fast 90’000 Geburten – neuer Höchststand seit 1972
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Bundesamt für Statistik2021 gabs fast 90’000 Geburten – neuer Höchststand seit 1972

Die Schweizer Bevölkerung wuchs im letzten Jahr im Vergleich zu 2020 um 0,8 Prozent auf über 8,7 Millionen Menschen. Die Zahl der Eheschliessungen steigt, zugleich gibt es aber auch mehr Scheidungen.

von
Benedikt Hollenstein
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Zuletzt gab es 1972 so viele Geburten in der Schweiz.

Zuletzt gab es 1972 so viele Geburten in der Schweiz.

20min/Celia Nogler
Auch die Gesamtbevölkerung wächst weiter an und nähert sich der Neun-Millionen-Grenze.

Auch die Gesamtbevölkerung wächst weiter an und nähert sich der Neun-Millionen-Grenze.

20min/Simon Glauser
Derweil starben 2021 insgesamt 71’100 Menschen in der Schweiz.

Derweil starben 2021 insgesamt 71’100 Menschen in der Schweiz.

20min/Celia Nogler

Darum gehts

  • Seit 1972 wurden in der Schweiz nicht mehr so viele Kinder geboren wie im Jahr 2021.

  • Insgesamt 89’400 Lebendgeburten registrierte das Bundesamt für Statistik im vergangenen Jahr.

  • Derweil wächst die Bevölkerung weiter an.

Die Schweizer Bevölkerung wächst weiter und legte im Laufe des Jahres 2021 um 0,8 Prozent zu. Damit wohnen derzeit über 8,7 Millionen Menschen in der Schweiz, Tendenz steigend. Dafür ist teilweise auch die Geburtenrate verantwortlich, die 2021 im Vergleich zum Vorjahr stark anstieg. Mit 89’400 Lebendgeburten innert einem Jahr wurde ein neuer Höchststand seit 1972 erreicht, wie das Bundesamt für Statistik in seiner Mitteilung schreibt.

Zugleich überstieg die Zahl der Todesfälle auch 2021 die Vor-Pandemie-Werte deutlich, im Vergleich zu 2019 nahm die Zahl der Toten mit insgesamt 71’100 Menschen um 4,9 Prozent zu. Während in den meisten Kantonen ein Rückgang der Todesfälle beobachtet wurde, stieg die Zahl in den Kantonen Luzern, Schwyz, Graubünden, Thurgau, Uri, Zug und Nidwalden an. Zugleich leben Schweizerinnen und Schweizer länger als früher: 2021 betrug die Lebenserwartung bei Geburt für Männer 81,7 Jahre, bei Frauen sogar 85,7 Jahre.

Zwei von fünf Ehen enden in einer Scheidung

Auch im Beziehungsbereich zeigen die Zahlen nach oben. Zwar stieg die Zahl der geschlossenen Ehen mit insgesamt 36’200 im Vergleich zu 2020 um drei Prozent an, noch stärker zugenommen haben mit plus 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aber Ehescheidungen. Bei Fortbestehen dieses Trends lässt sich prognostizieren, dass etwa zwei von fünf Ehen eines Tages mit einer Scheidung enden.

Die Einwanderung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent. Während 2021 rund 22’300 schweizerische und 143’000 ausländische Staatsangehörige einwanderten, verliessen 28’700 Schweizer sowie 85’900 ausländische Staatsbürger das Land.

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