Grüner Raser: 204-PS-Elektro-Sportwagen präsentiert
Aktualisiert

Grüner Raser204-PS-Elektro-Sportwagen präsentiert

Der Prototyp eines Elektro-Sportwagens der Luxusklasse ist am Freitag in Zürich präsentiert worden. Das 204-PS-Auto «eRuf» mit einer Reichweite von 250 bis 320 Kilometern soll zwischen 250 000 und 300 000 Franken kosten.

Es sei der erste elektrisch angetriebene Sportwagen aus Deutschland, sagte Konstrukteur Alois Ruf, der seit 1970 im bayrischen Pfaffenhausen Autos baut und restauriert. Basis des Elektro-Autos ist ein «Porsche 911».

Im nächsten Jahr will Ruf mit der Kleinserienproduktion beginnen. Der erste «eRuf» werde voraussichtlich Ende 2009 verkauft. Bis im Jahr 2014 soll die Produktion auf 80 Fahrzeuge pro Jahr gesteigert werden.

Von den Leistungsdaten her stelle der 150-Kilowatt-Drehstrom-Elektromotor «manch einen flotten Benzinmotor in den Schatten», sagte Ruf. Das Hochleistungsfahrzeug lasse sich innert sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und erreiche eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h.

550 Kilogramm schwere Akkus

Das Fahrzeug bietet laut Ruf «viel Fahrspass» und «Emotion ohne Emission». Das Geräusch sei natürlich gegenüber Sportwagen mit Verbrennungsmotoren grundlegend anders.

Der «eRuf» hat ein Gewicht von 1,9 Tonnen. Allein die 96 Lithium-Ionen-Akkumulatoren, die den Strom liefern, sind etwa 550 Kilogramm schwer. Die Entwicklung von Batterien gehe rasant weiter, so dass schon bald mit leichteren Akkus die Leistung noch gesteigert werden könne, sagte Ruf.

Im Hinblick auf die Serienproduktion von Hochleistungsautos - neben dem Elektro-Modell umfasst die Palette drei Luxus-Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren - hat Ruf zusammen mit der Schweizer Investmentfirma ARC aus Zollikon ZH die Ruf Manufaktur AG gegründet.

Die Autoproduktion in Pfaffenhausen soll von heute 35 bis in sieben Jahren auf insgesamt 500 Fahrzeuge pro Jahr gesteigert werden. Für das teuerste Modell mit Benzinmotor muss ein Käufer 650 000 Franken auf den Tisch legen. Showrooms und Werkstätten sind «in den wichtigen Metropolen Amerikas, Europas und Asiens» geplant, zunächst in Zürich, New York, Bahrain und Tokio. (sda)

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