Aktualisiert 30.06.2018 13:06

Energy Challenge21 Dinge, die du diesen Sommer tun solltest

Ferien in der Schweiz sind besser für die Umwelt und das Portemonnaie als Fernreisen. Wir haben einige coole Ideen für dich.

von
Stephanie Sigrist
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Den Sonnenaufgang auf einem Hügel in Ihrem Wohnkanton beobachten und fotografieren. Im Bild ist der Rätikon oberhalb von Chur (GR) zu sehen.

Den Sonnenaufgang auf einem Hügel in Ihrem Wohnkanton beobachten und fotografieren. Im Bild ist der Rätikon oberhalb von Chur (GR) zu sehen.

Keystone/Arno Balzarini
Vom höchsten Aussichtspunkt in Ihrer Umgebung die Stadt oder das Dorf bewundern.

Vom höchsten Aussichtspunkt in Ihrer Umgebung die Stadt oder das Dorf bewundern.

Keystone/Martin Ruetschi
Sich mit einem Gummiring einen Fluss hinuntertreiben lassen.

Sich mit einem Gummiring einen Fluss hinuntertreiben lassen.

My Switzerland

In der Schweiz hat der inländische Energieverbrauch gemäss einer im Oktober 2016 veröffentlichten Analyse des Bundesamts für Energie zwischen 2000 und 2015 zwar um 1,3 Prozent abgenommen, im Bereich der Mobilität hat sich der Verbrauch jedoch um 4,1 Prozent erhöht. Während der Sommerferien belasten Flugreisen und Autofahrten quer durch den Kontinent die Energiebilanz massiv. Allein der internationale Flugverkehr macht mit 66,8 Petajoule gut acht Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in der Schweiz aus. Der Strassenverkehr macht ganzjährlich bereits rund ein Drittel des Energieverbrauchs hierzulande aus. Dabei werden aber nur in der Schweiz zurückgelegte Strecken berücksichtigt. Die Anreise in die Sommerferien per Auto verbraucht zusätzlich Energie.

Die meisten Reiseziele in der Nähe können jedoch auch bequem mit dem Zug erreicht werden, was deutlich besser für die Umwelt ist als ein Flug oder eine Autofahrt. Zahlreiche Reiseveranstalter bieten ihren Kunden heutzutage an, die durch Flugreisen verursachten CO2-Emissionen zu kompensieren. Dabei wird Geld an Klimaschutzorganisationen gespendet, die Treibhausgase an einem anderen Ort auf der Welt reduziert oder verhindert.

Ozon wirkt in luftigen Höhen als Treibhausgas

Die Klimawirksamkeit von Flugreisen beschränkt sich allerdings nicht auf den erhöhten Energieverbrauch und CO2-Emissionen. Bei der Verbrennung von Kerosin entstehen Substanzen wie Stickoxide, Aerosole und Wasserdampf. Diese Stoffe werden in der Reiseflughöhe langsamer abgebaut als am Boden und verstärken so den Treibhauseffekt. Stickoxide bauen unter Sonneneinstrahlung Ozon auf, das in luftigen Höhen als starkes Treibhausgas wirkt, während der Ausstoss von Aerosolen und Wasserdampf die natürliche Wolkenbildung verändern. Diese Effekte sorgen kumuliert dafür, dass der Treibhauseffekt von Flugreisen durchschnittlich zwei- bis fünfmal höher ist als der blosse Ausstoss von Kohlenstoffdioxid.

Auch Kreuzfahrten sind bei Herr und Frau Schweizer nach wie vor hoch im Kurs. Die oftmals luxuriösen Schiffe blasen jedoch Unmengen an toxischen Abgasen in die Luft. Um den Strombedarf des Hotelbetriebs an Bord decken zu können, müssen die Motoren im Dauerbetrieb arbeiten. Dies setzt riesige Mengen an giftigen Gasen frei. Eine Reinigung von Stickoxid- oder Feinstaub-Emissionen findet laut der «Süddeutschen Zeitung» nur in Ausnahmefällen statt. Ein Passagierdampfer ohne Filter oder Entschwefelungsanlage stösst täglich rund 450 Kilogramm Russpartikel, 5250 Kilogramm Stickoxide und 7500 Kilogramm Schwefeldioxide aus. Diese Abgase schaden Pflanzen, tragen zur Versauerung von Böden oder Gewässern bei und bergen Gesundheitsrisiken für Menschen und Tiere.

Auch in der Schweiz kann man viel erleben

Ferien in der Schweiz sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern durch das Wegfallen von Flugtickets, Mautgebühren und Übernachtungskosten auch günstiger. Wer seine Ferien hierzulande verbringt, muss aber keineswegs auf neue Erlebnisse und Eindrücke verzichten und mit Fotos aus den Schweizer Alpen, idyllischen Kleinstädtchen oder hippen Outdoor-Bars in hiesigen Städten lässt es sich auf Social Media genauso gut angeben wie mit den obligaten Strandbildern, mit denen Facebook, Instagram, Pinterest und Snapchat während der Sommermonate überflutet werden. Wieso sollte man immer nur im Ausland früh aufstehen, um mit der Kamera bewaffnet einen Sonnenaufgang zu bewundern? Lohnt sich ein Abstecher auf eine Aussichtsplattform nur, wenn sie in einem fernen Land steht? Und was spricht dagegen, seine Fremdsprachenkenntnisse in der mehrsprachigen Schweiz aufzufrischen, statt dafür durch die halbe Welt zu reisen?

In der obigen Bildstrecke sind 21 Dinge aufgelistet, die du diesen Sommer in der Schweiz tun könntest.

Energy Challenge 2018

Die Energy Challenge 2018 ist eine nationale Aktion von EnergieSchweiz und dem Bundesamt für Energie (BFE) rund um die Themen Energieeffizienz sowie erneuerbare Energien. Das Ziel in diesem Jahr ist, dass die Schweizer Bevölkerung gemeinsam mit den Partnern der Energy Challenge 2018 gesamthaft 30 Millionen Kilowattstunden einspart. Als Medienpartner beleuchtet auch 20 Minuten den Themenschwerpunkt mit Reportagen, Interviews, Energiespartipps und Quiz-Spielen. Mehr Infos gibt's in der kostenlosen Energy-Challenge-App für Android oder für iOS.

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