Sydney - 21-Jähriger löst mit Hausaufgabe 20 Jahre altes Datenproblem
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Sydney21-Jähriger löst mit Hausaufgabe 20 Jahre altes Datenproblem

Pablo Bonilla löste mit seinem Code ein zwanzig Jahre altes Problem der Datenverarbeitung mit Quantencomputern. Seine erste Abhandlung könnte elektronische Datenverarbeitung für immer verändern.

von
Angela Rosser
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Pablo Bonilla (links) hat zusammen mit Dr. Ben Brown eine Abhandlung verfasst, die die elektronische Datenverarbeitung mit einem Quantencomputer revolutionieren kann.

Pablo Bonilla (links) hat zusammen mit Dr. Ben Brown eine Abhandlung verfasst, die die elektronische Datenverarbeitung mit einem Quantencomputer revolutionieren kann.

Louise Cooper

Darum gehts

  • Ein als Hausaufgabe gedachter Kodierungsauftrag macht Student Pablo Bonilla berühmt.

  • Amazon will nun den Code des 21-Jährigen für seine Cloud-Plattform verwenden.

  • Datenverarbeitung mit Quantencomputern könnte die Zukunft sein.

Der 21-jährige Pablo Bonilla studierte Physik im zweiten Jahr an der Universität von Sydney. Als Hausaufgabe wurden ihm einige Kodierungs-Übungen aufgetragen. Das Ergebnis dieser Aufgabe aber, half eines der am weitesten verbreitetsten Probleme der Datenverarbeitung mit Quantencomputern zu lösen.

Der Code des Studenten erreichte höchstes Interesse von den US–Universitäten Yale und Duke wie auch des Tech-Giganten Amazon. Das Unternehmen plant den Code für die Amazon Web Services Plattform zu benutzen.

«Es ist aufregend, weil die elektronische Datenverarbeitung mit einem Quantencomputer noch in den Kinderschuhen steckt, es aber weltweit so viele talentierte Menschen gibt, die daran arbeiten», sagt Bonilla zu «ABC».

Zwanzig Jahre altes Problem gelöst

Die Nutzung von Quantencomputern gilt als Zukunft der Programmierung und Datenverarbeitung. Es wird geglaubt, dass die Nutzung dieser Computer auch komplexe Probleme in der Industrie wie Energie und Online-Sicherheit lösen könnten. Wie Assistenz-Professorin Shruti Puri aus Yale sagt, habe der neue Code ein Problem gelöst, dass schon seit 20 Jahren vorhanden sei.

Dr. Ben Brown, Co-Autor der Abhandlung meint, die Brillianz von Pablo Bonillas Code liege in seiner Einfachheit: «Es ist erstaunlich für mich, dass das in 20 Jahren niemand entdeckt hat.»

Mit der Umwandlung von Bits in Quantenbits, könne die Rechenleistung massiv gesteigert werden. Das Elektron, oder auch Bit, kann sich im bisherigen Binär-System nur auf einer Welle bewegen. Null oder Eins. Forscher koppelten diese Kanäle, so bewege sich das Elektron parallel auf beiden Kanälen, wird also zum Quantenbit. Diese Überlagerung schafft ein viel grösseres Alphabet der Datenverarbeitung als das binäre mit Nullen und Einsen.

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