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Interview«21 Nobelpreisträger lehrten oder studierten an der ETH»

Ab heute feiert die ETH ihr 150-jähriges Bestehen. 20 Minuten sprach mit Prof. Dr. Konrad Osterwalder, Rektor der ETH Zürich, über die Bedeutung der Hochschule.

Ist der hervorragende Ruf der ETH gerechtfertigt?

Konrad Osterwalder: Ja, in diversen Rankings der weltbesten Hochschulen ist die ETH in Kontinentaleuropa auf Platz eins. Ausserdem studierten oder lehrten 21 Nobelpreisträger an der ETH, allen voran Albert Einstein. Um top zu bleiben, versuchen wir uns in Zukunft vermehrt mit anderen Hochschulen zu vernetzen.

Welche Bedeutung hat die ETH für Zürich?

Osterwalder: Der Wirtschaftsstandort Zürich profitiert von gut ausgebildeten Fachleuten und von Spitzenleistungen in der Forschung. Die Zürcher nutzen das breite Veranstaltungsangebot mit weltberühmten Persönlichkeiten, und die Jugend hat die Top-Bildungsstätte vor der Türe.

Welche Idee steckt hinter den Feierlichkeiten?

Osterwalder: Die Menschen sollen wissen, was die ETH macht, damit sie auch künftig mit öffentlichen Mitteln unterstützt wird. Die ETH sucht den Dialog mit der Bevölkerung speziell auch, um diffuse Ängste vor neuen Technologien abzubauen. Dazu gibt es etliche Veranstaltungen.

Wie viel lässt sich die ETH die Feierlichkeiten kosten?

Osterwalder: 12 Millionen Franken für das ganze Jahr – mittels Sponsorengeldern finanziert. Davon geht ein Grossteil in Forschungsprojekte, die mit dem Jubiläum verbunden sind.

Nico Menzato

ETH-Fest auf dem Platzspitz

Von morgen bis am 8. Mai lädt die ETH die Bevölkerung zur Erlebnisausstellung «Welten des Wissens» auf dem Platzspitz ein.

Sie vermittelt Einblicke in die Arbeit der Wissenschaftler und bietet Besuchern die Möglichkeit, selbst Experimente durchzuführen.

Das Mittagsgespräch bringt Prominente mit ETH-Professoren zusammen, Nachmittagshows entführen die Besucher in die Welt der Chemie, und abends steht Kultur auf dem Programm.

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