Pakistan und Indien : 218 Tote bei heftigen Monsunregenfällen

Aktualisiert

Pakistan und Indien 218 Tote bei heftigen Monsunregenfällen

Bereits jetzt melden Indien und Pakistan nach den heftigen Monsunregenfällen fast 220 Tote. Die Wetteraussichten sind schlecht: Auch in den kommenden Tagen werden Niederschläge erwartet.

Nach den heftigen Monsunregenfällen in Pakistan und Indien ist die Zahl der Opfer auf 218 angestiegen. In Pakistan starben durch Überschwemmungen, Erdrutsche und einstürzende Häuser bis Samstag 110 Menschen, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Indien meldete 108 Tote. Besonders betroffen war die zwischen den beiden Ländern umstrittene Region Kaschmir. Dörfer wurden überflutet, Brücken brachen zusammen, Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, Soldaten halfen bei Evakuierungsaktionen.

Für die kommenden Tage wurden weitere Niederschläge vor allem für die Himalaya-Region angesagt. Die Behörden fürchteten daher eine weiter steigende Zahl an Opfern. In Pakistan wurden Erinnerungen an die Flutkatastrophe von 2010 geweckt, bei der rund 1700 Menschen ums Leben kamen.

Schlimmste Fluten seit Jahrzehnten

Die pakistanische Katastrophenschutzbehörde teilte mit, dass in der östlichen Provinz Punbjab seit Donnerstag 61 Menschen starben, im pakistanisch verwalteten Teil Kaschmirs 38 und in der im Norden gelegenen Provinz Gilgit Baltistan 11. Die Behörden gingen davon aus, dass die Menschen ums Leben gekommen seien, als die Dächer ihrer Häuser eingestürzt seien. 148 Menschen seien bislang als verletzt gemeldet worden. Der pakistanische Ministerpräsident Nawaz Sharif sagte: «Die Regierung wird alles unternehmen, um den Menschen in ihrem Elend zu helfen.» Rund 650 Häuser seien bereits zerstört worden.

Indien meldete 108 Tote. Unter ihnen sind auch 30 Menschen, die getötet worden waren, nachdem ein Bus in einen reissenden Strom weggespült worden war. Die Überschwemmungen seien die schlimmsten seit Jahrzehnten, teilten die Behörden mit.

Tausende in Kaschmir aus Häusern vertrieben

Das pakistanische und das indische Militär hatten am Freitag Soldaten in die jeweils am schlimmsten betroffenen Gebiete geschickt, um Menschen aus überfluteten Dörfern zu retten. In Kaschmir hatten Tausende ihre Häuser verlassen, um Schutz zu suchen.

Pakistan und Indien werden in der Monsunsaison zwischen Juni bis September häufig von Überschwemmungen heimgesucht. In Indien waren vor kurzem 100 Menschen ums Leben gekommen, als ein Erdrutsch ein Dorf nahe Pune im Westen Indiens begraben hatte.

(sda)

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