Sexualstörung: 22-Jähriger wegen Sodomie-Videos verurteilt
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Sexualstörung22-Jähriger wegen Sodomie-Videos verurteilt

Ein junger Schwyzer hat Tausende Kinderpornos, Filme mit sexuellen Handlungen zwischen Frauen und Tieren und Gewaltbilder heruntergeladen. Er muss in Therapie.

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Der Einzelrichter am Zuger Strafgericht hat einen 22-jährigen Schwyzer wegen mehrfacher Gewaltdarstellung und mehrfacher Pornografie verurteilt.

Der Einzelrichter am Zuger Strafgericht hat einen 22-jährigen Schwyzer wegen mehrfacher Gewaltdarstellung und mehrfacher Pornografie verurteilt.

Keystone/urs Flueeler

Bei einer Hausdurchsuchung stiessen die Bundesbehörden bei einem jungen Schwyzer auf rund 8600 Porno- und Gewaltbilder sowie Videos. Der 22-Jährige, der 2014 in Zug wohnte, hatte auf verschiedene Datenträgern Bilder und Filme mit Kinderpornografie, sexuellen Handlungen zwischen Frauen und Pferden oder Hunden heruntergeladen.

Ausserdem fanden die Beamten 500 Fotos und Clips mit Gewaltpornografie sowie 1500 Gewaltdarstellungen. Diese zeigten unter anderem, wie Frauenleichen enthauptet, aufgehängt und verstümmelt wurden. Der Mann besass das Material aus dem Internet jedoch nicht nur, er stellte es auch anderen Nutzern zur Verfügung, wie der «Bote der Urschweiz» berichtet.

Gewaltdarstellung und Pornografie

Diese Woche stand er vor dem Strafgericht im Kanton Zug und zeigte sich geständig: «Ich gebe alles zu, es tut mir leid.» Der Staatsanwalt sprach von einem mittelschweren bis schweren Verschulden. Der Gutachter attestierte dem 22-Jährigen eine «erhebliche Persönlichkeits- und Sexualstörung mit pädophiler Ausrichtung».

Der Handwerker mit abgeschlossener Lehre hat sich mit seinem Verteidiger auf ein abgekürztes Verfahren geeinigt. Die Parteien stimmten der rechtlichen Qualifikation – mehrfache Gewaltdarstellung und mehrfache Pornografie – und der Sanktion zu.

Therapie machen oder 12'000 Franken bezahlen

Diese wurde vom Einzelrichter ebenfalls akzeptiert. Der Schwyzer muss eine Geldstrafe von insgesamt 150 Tagessätzen zu 80 Franken bezahlen, 12'000 Franken also, die Hälfte davon wurde bedingt ausgesprochen.

Der Angeklagte hat laut seinem Verteidiger bereits eine Fachperson gesucht und eine Therapie begonnen. Der 22-Jährige muss sich zudem nach den Vorgaben des Vollzugs- und Bewährungsdienstes des Kantons Zug einer störungsspezifischen und deliktpräventiven ambulanten Therapie unterziehen. Falls er diese abbricht, muss er wohl die gesamte Busse bezahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.

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